Erntebilanz fällt trotz Corona-Jahr positiv aus
Die Grünkohlernte beginnt

Schlangen/Bad Lippspringe (WB) -

Wendelin Jelowik hat seit Tagen auf den ersten Nachtfrost gewartet: „Jetzt endlich können wir mit der letzten Ernte in diesem Jahr beginnen. Der Grünkohl muss von den Feldern“, sagt der Obst- und Gemüsebauer. Seine Erntebilanz im Corona-Jahr 2020 fällt nicht einmal schlecht aus.

Donnerstag, 03.12.2020, 12:33 Uhr aktualisiert: 06.12.2020, 10:00 Uhr
Wendelin Jelowik hat den ersten Frost bereits herbeigesehnt, um seine reiche Grünkohlernte einfahren zu können, denn nach dem Frost schmecke das beliebte deftige Wintergemüse deutlich weniger bitter. Foto: Klaus Karenfeld

Wenn Jelowik auf seinen Grünkohl zu sprechen kommt, lächelt er über das ganze Gesicht: „Das Wintergemüse ist nicht nur preisgünstig und gut sättigend. Der Grünkohl ist auch eine wahre Vitamin-Bombe. Darum sollte er gerade in der kalten Jahreszeit auf jedem Speisenplan stehen.“ Jelowik erntet seinen Grünkohl an der Oberen Straße regelmäßig mit dem ersten Frost: „Er schmeckt dann deutlich weniger bitter.“

In Deutschland wird der Winterkohl meist in der deftigen Variante mit Kohlwurst und Bratkartoffeln serviert. Jelowik selbst hat einen anderen Favoriten. Er bereitet den Grünkohl als leckeren Salat zu, und zwar in Verbindung mit Granatäpfeln und einer selbst gemachten Essig-Honig-Marinade. Jelowik: „Geschmacklich gibt es nichts Besseres.“

Das Jahr 2020 neigt sich langsam dem Ende entgegen. Zeit, eine erste Bilanz zu ziehen. Und die fällt aus Sicht von Jelowik nicht einmal schlecht aus – trotz Corona. „Natürlich war auch etwas Glück dabei“, erinnert er sich. „Ich wollte frühzeitig neue Erdbeer- und Spargelpflanzen in die Erde bringen. Deshalb kamen die ersten osteuropäischen Erntehelfer bereits im Februar zu uns auf den Hof nach Schlangen. Also unmittelbar vor dem großen Lockdown, der zu Grenzschließungen in ganz Europa führte.“

Später gelang es ihm, mit einem eigens gecharterten Linien-Flugzeug weitere Helfer zu sich in die Sennegemeinde zu holen. „Für die Unterstützung durch den Obstbauverband Nordrhein-Westfalen bin ich wie viele meiner Kollegen sehr dankbar. Die Spargel- und Erdbeerernte verlief so auch unter Corona-Auflagen insgesamt planmäßig und problemlos“, betont Jelowik.

Das Gleiche gilt für sein Foliengewächshaus an der Lindenstraße, in dem Jelowik und sein Team bis in den Oktober hinein frische Erdbeeren pflücken konnten. Auch die Apfel- und Beerenernte sei qualitativ wie quantitativ zufriedenstellend bis gut verlaufen.

Ab dem 10. Dezember beginnt Jelowik auf seinem Hof mit dem Verkauf von Weihnachtsbäumen. „Die werden frisch in der Umgebung von Extertal geschlagen“, verrät er. Neben der Nordmanntanne seien auch Blaufichte und Edeltanne bei den Kunden sehr beliebt. Bevorzugt würden Bäume, die zwischen 1,60 Meter und 2,40 Meter hoch sind.

Allerdings hätten die trockenen und heißen Sommer der vergangenen Jahre einen negativen Einfluss auf das Wachstum der Fichten und Tannen gehabt. „Das wird sich voraussichtlich auch beim Verkaufspreis bemerkbar machen – wenn auch nur leicht“, meint Jelowik.

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