Rat Schlangen würdigt Ulrich Knorrs Verdienste – symbolische Schlüsselübergabe
Abschiedsfeier im Fackelschein

Schlangen (WB). Zwölf Jahre war das Schlänger Rathaus so etwas wie sein zweites Zuhause. Was lag da näher, als Bürgermeister Ulrich Knorr zum Abschied ein Erinnerungsfoto zu schenken, auf dem seine langjährige Arbeits- und Wirkungsstätte zu sehen ist. Der bisherige Gemeinderat verband damit die besten Wünsche für Knorrs neuen Lebensabschnitt als Rentner im Unruhestand.

Dienstag, 03.11.2020, 11:19 Uhr aktualisiert: 03.11.2020, 11:24 Uhr
Ein symbolischer Akt, der auch für personelle Kontinuität im Schlänger Rathaus steht: Der scheidende Bürgermeister Ulrich Knorr (rechts) übergibt die Schlüssel zum Verwaltungsgebäude an seinen Nachfolger Marcus Püster. Foto: Klaus Karenfeld

Eigentlich sollte Knorr im größeren Rahmen verabschiedet werden. „Doch die Corona-Pandemie hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht”, bedauerte sein bisheriger zweiter Stellvertreter und nun Nachfolger als Bürgermeister, Marcus Püster.

Eine Feier im kleinen Kreis sollte es dann aber doch geben. Püster und die bisherige erste Stellvertreterin des Bürgermeisters, Melanie Struck, hatten dazu Ulrich Knorr und seine Ehefrau Dagmar in das Schlänger Freibad eingeladen. Die geltenden Abstandsregeln und Schutzmaßnahmen konnten so uneingeschränkt eingehalten werden.

Am Eingang wurde das Ehepaar von einer kleinen Delegation der örtlichen Feuerwehr begrüßt – mit Wehrführer Ralf Heuwinkel an der Spitze. Der Schein der Fackeln leuchtete den ganzen Vorplatz aus. „Es ist ja fast so, als würde ich heute doch noch einmal den Schlänger Markt eröffnen”, meinte ein sichtlich gerührter Ulrich Knorr bei der Begrüßung.

In den vergangenen Jahren waren Melanie Struck und Marcus Püster immer wieder auch als Stellvertreter des Bürgermeisters tätig gewesen. Püster ist dabei eine Jahreshauptversammlung der lippischen Feuerwehren in Schlangen besonders in Erinnerung geblieben. „Am nächsten Morgen wachte ich mit starken Kopfschmerzen auf”, wusste der heute 44-Jährige zu berichten. Diese und andere Anekdoten heiterten den Abend auf.

Melanie Struck ging in ihrem Redeteil auf die Verdienste des scheidenden Bürgermeisters ein: „Du hast Entscheidungen getroffen und ausgehalten, auch wenn Du dafür nicht immer Sympathie geerntet hast.” Positiv bewertete Struck auch die Zusammenarbeit von Bürgermeister und Gemeinderat in den vergangenen Wahlperioden.

Als Abschiedsgeschenk gab es bei der kleinen Feier im Freibad eine Fotografie, die Ulrich Knorrs alte Arbeits- und Wirkungsstätte zeigt: das Schlänger Rathaus. Die Aufnahme stammt vom Schlänger Fotografen Ansgar Hoffmann.

Als Abschiedsgeschenk gab es bei der kleinen Feier im Freibad eine Fotografie, die Ulrich Knorrs alte Arbeits- und Wirkungsstätte zeigt: das Schlänger Rathaus. Die Aufnahme stammt vom Schlänger Fotografen Ansgar Hoffmann. Foto: Klaus Karenfeld

Knorrs Bilanz am Ende seiner Amtszeit könne sich wahrlich sehen lassen – auch darauf wiesen Struck und Püster ausdrücklich hin. Ihm sei es dabei nie darum gegangen, mit einem einzigen Leuchtturmprojekt persönlich zu glänzen. Vielmehr habe Knorr immer die Infrastruktur der Sennegemeinde als Ganzes im Blick gehabt.

Melanie Struck belegte das anschaulich mit einer Reihe von Beispielen. Ihre Aufzählung kam in der Summe einer Erfolgsgeschichte gleich. Unter anderem habe sich Knorr für den Bau des Seniorenheims Lüningshof stark gemacht, ebenso für den Umbau der Rettungswache. Dass die August-Hermann-Francke-Gesamtschule in Schlangen eröffnete, sei ebenfalls mit ein Verdienst von Ulrich Knorr gewesen. Zu den vielen Positiv-Beispielen zählten auch der Radweg nach Kohlstädt, die Neubaugebiete in Oesterholz-Haustenbeck und Schlangen sowie die Erhaltung der Fürstenallee.

Sehr persönliche Worte fand Melanie Struck auch für Ulrich Knorrs Ehefrau Dagmar: „Das alles wäre ohne Deine Unterstützung nicht möglich gewesen. Du hast Uli in all den Jahren den Rücken frei gehalten.” Als kleines Dankeschön gab es einen Blumenstrauß.

Ulrich Knorr zeigte sich von den vielen lobenden Worten sichtlich gerührt. Gleichzeitig versuchte er, seinem Nachfolger Marcus Püster Mut für dessen neue Aufgabe im Schlänger Rathaus zu machen: Er hinterlasse keine zu großen Fußstapfen, die man nicht füllen könnte.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7661203?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198397%2F2516024%2F
Kurz vor dem Kontrollverlust
Mit Megafonen wiesen Ordnungsamtsmitarbeiter die Schnäppchenjäger darauf hin, dass die Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten sind.
Nachrichten-Ticker