Rotkreuzgeschichtliche Sammlung in Westfalen-Lippe in Schlangen wieder geöffnet
Dieter Riesenberger ist Ehrenmitglied

Schlangen (WB/NvP). Nachdem die Mitgliederversammlung der Rotkreuzgeschichtlichen Sammlung in Westfalen-Lippe aufgrund der Versammlungssperre im Mai ausfallen musste, konnten die Mitglieder unter dem Präsidenten Prof. Jürgen Bux nun wieder tagen und trafen sich unter Einhaltung der geltenden Bestimmungen im Schlänger Bürgerhaus. Höhepunkte der Versammlung waren die Ernennung eines Ehrenmitglieds und die Ehrung langjähriger Freiwilliger.

Montag, 28.09.2020, 00:00 Uhr
Der Historiker Dieter Riesenberger und seine Frau freuen sich über die Ernennung zum Ehrenmitglied des Roten Kreuzes durch den Präsidenten Jürgen Bux. Foto: Nicole von Prondzinski

Das Museumsteam, welches für die Betreuung des Museums in Schlangen zuständig ist, wurde vom Präsidenten außerordentlich gelobt. Das Team organisiert die im Rotkreuz-Museum stattfindenden Führungen, unterstützt das „Mobile Museum“ und arbeitet aktiv in der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Rotkreuzmuseen mit. Ein aktueller Schwerpunkt ist die sorgfältige Inventarisierung der inzwischen zahlreich gewordenen Museumsobjekte. „Nissen Andersen, unser neuer Museumsleiter, hat sich mit Akribie und großem Engagement in seine Aufgaben eingearbeitet“, betonte Bux. Erik Nissen Andersen ist seit Mai 2019 Museumsleiter in Schlangen und hat sich die Inventarisierung der Objekte auf die Fahnen geschrieben.

Für seinen besonderen Einsatz in der rotkreuzgeschichtlichen Forschung ernannte Präsident Bux den Historiker Dieter Riesenberger zum Ehrenmitglied des Roten Kreuzes. In seinem Buch „Den Krieg überwinden“ hält der Wissenschaftler fest, was er sich in jahrelanger Forschung zur Geschichte des Deutschen Roten Kreuzes erarbeitet hat. Der Historiker, der in der 80er und 90er Jahren als Professor für Zeitgeschichte und Didaktik der Geschichte an der Universität-Gesamthochschule Paderborn lehrte, freute sich sichtlich über die Urkunde. Seine Frau betonte: „Diese Ehrung hätte er schon vor zehn Jahren verdient“. Gemeinsam mit Gisela Riesenberger hat er auch die Biografie „Rotes Kreuz und weiße Fahne – Henry Dunant 1828-1910. Der Meister hinter seinem Werk“ verfasst, die vom Gründer der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung handelt.

„Seit Ende Juni haben wir das Rotkreuz-Museum auch wieder für einzelne Besucher und Kleingruppen geöffnet, die wir willkommen heißen. Vom Besuch größerer Gruppen müssen wir momentan aufgrund der Corona-Bestimmung leider noch absehen“, erklärt Museumsleiter Nissen Andersen zur aktuellen Lage. Das Museum in der Parkstraße 18 hat jeden dritten Sonntag im Monat von 15 bis 18 Uhr geöffnet.

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