Gebühren beim Schlänger Markt sollen angehoben werden Schausteller haben Verständnis

Schlangen (WB). Der Schlänger Markt soll attraktiver werden. Das ist das gemeinsame Ziel von Heimat- und Verkehrsverein und Gemeinde Schlangen. „Bereits zum Schlänger Markt 2019 ist ein guter Weg eingeschlagen worden“, erklärt Bürgermeister Ulrich Knorr in einer Sitzungsvorlage zum Ausschuss für Soziales und Gesellschaft. Dieser berät in der kommenden Woche über eine Erhöhung der Standplatzgebühren.

Von Uwe Hellberg
Der Musik-Express gehört zum festen Bild beim Schlänger Markt. Sein Betreiber David Ahrend zeigt Verständnis für die geplante Gebührenerhöhung. „Wir Schausteller kommen immer gerne zum Schlänger Markt“, sagt Ahrend.
Der Musik-Express gehört zum festen Bild beim Schlänger Markt. Sein Betreiber David Ahrend zeigt Verständnis für die geplante Gebührenerhöhung. „Wir Schausteller kommen immer gerne zum Schlänger Markt“, sagt Ahrend. Foto: Uwe Hellberg

Niedrige Gebühren im Vergleich zu anderen Kommunen

Die Verwaltung schlägt eine Gebührenerhöhung von 25 Prozent vor. Das klingt zunächst einmal nach viel, doch der Bürgermeister wehrt ab. Ulrich Knorr: „Wir haben die niedrigsten Gebühren überhaupt. Das ist nicht einmal der Tropfen auf den heißen Stein. Das wissen auch die Schausteller. Aber wenn wir den Schlänger Markt attraktiv halten wollen, dann müssen wir wenigstens ansatzweise eine Finanzierung hinbekommen.“

Im Vergleich zu anderen Kommunen seien die Standgebühren in Schlangen niedrig. Das gelte insbesondere für Imbisse. Eine moderate Anhebung der Gebühren sei aufgrund der seit 2001 stetig steigenden Kosten erforderlich. Im Vorschlag der Verwaltung stellt Ulrich Knorr aber auch fest: „Grundsätzlich ist es jedoch nicht möglich, einen Markt in dieser Form kosten­deckend durchzuführen.“

Weniger Standplatzlücken sind ein weiteres Ziel

Bei den Schaustellern herrscht Verständnis für die Gebührenanhebung. Antonio Noack, Vorsitzender des Vereins lippischer Schausteller, sagt: „Das ist durchaus eine moderate Erhöhung.“ Sein Schwager David Ahrend, der mit dem Musik-Express seit Jahren beim Schlänger Markt dabei ist, stimmt zu: „Natürlich ist es immer schlechter, wenn Gebühren steigen, anstatt nicht. In diesem Fall ist das aber durchaus gering. Und wir kommen immer gerne nach Schlangen.“

Positiv sehen sowohl Bürgermeister Ulrich Knorr als auch Heinz Kriete, Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereins, das es bereits in 2019 gelungen ist, weniger Standplatzlücken beim Schlänger Markt zu haben. Mit der Attraktivitätssteigerung des Schlänger Marktes beschäftigt sich bekanntlich auch ein Arbeitskreis. Heinz Kriete: „Wir werden Ende März wieder zusammenkommen, um Erfahrungen auszutauschen und zu reflektieren.“

Auch ein beleuchteter Torbogen im Bereich des Parkplatzes Nowosad, der im vergangenen Jahr erstmals aufgestellt wurde, um Gäste zum Schlänger Markt willkommen zu heißen, ist laut Kriete gut angekommen. Und ebenso habe sich die Unterstützung durch einen Sicherheitsdienst bei der Veranstaltung bewährt und solle fortgeführt werden.

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