Dressurlehrgang mit Inken Heydeck beim Reitverein Schlangen Berufsreiterin gibt Tipps

Schlangen (WB). Wenn Laien Dressurreiter beobachten, sieht alles irgendwie einfach aus. Dabei ist es ganz schön schwierig, ein Pferd in die richtige Haltung zu bekommen. Oft helfen da schon kleine Tricks. Die hat Inken Heydeck jüngst in einem Lehrgang beim Reitverein Schlangen vermittelt.

Von Sonja Möller
Hatten beim Dressurlehrgang viel Spaß und haben einiges gelernt (von links): RV-Vorsitzende Maike Hölscher, Lena Wilkening auf Schulpferd Mister Ed, Berufsreiterin Inken Heydeck mit ihrem Hund Django, Theresia Busse auf Captain und Verena Mense.
Hatten beim Dressurlehrgang viel Spaß und haben einiges gelernt (von links): RV-Vorsitzende Maike Hölscher, Lena Wilkening auf Schulpferd Mister Ed, Berufsreiterin Inken Heydeck mit ihrem Hund Django, Theresia Busse auf Captain und Verena Mense.

Die 30-Jährige ist Berufsreiterin der Reiterlichen Vereinigung (FN) und in Schlangen ein gern gesehener Gast. Ihre Dressurlehrgänge sind immer gut besucht. Dieses Mal nutzten zwölf Reiter die Chance, vom Profi Tipps zu bekommen. »Die Teilnehmer waren bunt gemischt. Von jung bis alt war alles dabei. Einige kamen sogar von außerhalb«, berichtet Sandra Hunke, Pressesprecherin des Reitvereins. Dieses Mal waren Reiterinnen aus Eschenbruch, Horn und Lichtenau gekommen.

Im Lehrgang widmet sich die erfahrene Berufsreiterin den individuellen Problemen der Teilnehmer. Das macht sie im Einzelunterricht. »Der Reiter kommt in die Halle und stellt sich und sein Pferd vor. Wie alt es ist, wo die Probleme liegen«, erzählt Sandra Hunke. Das können ganz unterschiedliche Aspekte sein. Die einen möchten ihren Sitz verbessern, die nächsten die Biegung und Stellung ihres Tieres.

Höchste Konzentration

Die Fachfrau von der FN schaut sich das Problem dann in der Halle an. »Der Clou bei Inken ist, dass sie ein Headset trägt und der Reiter sie im Ohr hört«, erzählt Sandra Hunke. In der Halle ist es so ganz ruhig. Der Reiter kann sich voll und ganz auf sein Pferd konzentrieren. »Das ist eine ganz tolle Atmosphäre«, weiß die Pressesprecherin. Durch den Einzelunterricht ist Inken Heydeck immer voll auf einen Reiter fokussiert. Dabei achtet sie auf das Gesamtbild und baut – wenn nötig – auch Übungen auf dem Pferd ein, die man so nicht erwarten würde. Zum Beispiel mit einem Gymnastikball, um den Sitz zu verbessern.

Abends sitzen die Reiter und Inken Heydeck dann noch gemütlich zusammen. »Inken nimmt sich immer Zeit und tauscht sich mit allen aus«, erzählt Sandra Hunke. Bei den Dressurlehrgängen im Sommer wird draußen gegrillt und zusammen gesessen. Hunke: »Das ist immer eine total tolle Atmosphäre!« Oft kommen auch viele Zuhörer, die sich das Ganze einfach nur anschauen, ohne selbst zu reiten. »Vom Zuhören lernt man echt viel«, weiß die Pressesprecherin.

Dressur-Lehrgänge werden gut angenommen

Für Inken Heydeck war es der zehnte Besuch in Schlangen. 2016 war sie fünf Mal da, im Jahr drauf viermal. »Es nehmen immer auch Leute von auswärts teil«, berichtet Sandra Hunke. Die Pressesprecherin des Reitvereins hat einst den Kontakt hergestellt. Mit zwei anderen Reiterinnen war sie samt Pferden in Soltau im Urlaub. »Mein Pferd Fidelio mochte die vielen Bremsen nicht, weshalb ich nicht mit ausreiten konnte«, erinnert sich Hunke. Stattdessen nahm sie an einem Dressurlehrgang teil, den zufällig Inken Heydeck gab.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.