Jubiläum im Freibad: Viele Gäste beim Fest des Fördervereins – Programm kommt an Regen trübt die Feierlaune nicht

Schlangen (WB). »Das Wetter spielt nicht ganz so mit, aber das bekommen wir hin«, begrüßt Marcus Püster die Gäste beim großen Freibadfest zum Jubiläum. Statt Sonne gibt es Regen. Doch die Schlänger lieben ihr Freibad und feiern einfach trotzdem.

Von Sonja Möller
Spaß kann man auch haben, wenn es regnet: Beim großen Jubiläumsfest zum 90-jährigen Bestehen des Freibads nahmen viele Kinder an den Wettbewerben teil. Hier moderiert Joachim Woite (mit Mikrofon), Leiter der Offenen Jugendarbeit der Gemeinde Schlangen, das Luftmatratzen-Staffel-Wettschwimmen.
Spaß kann man auch haben, wenn es regnet: Beim großen Jubiläumsfest zum 90-jährigen Bestehen des Freibads nahmen viele Kinder an den Wettbewerben teil. Hier moderiert Joachim Woite (mit Mikrofon), Leiter der Offenen Jugendarbeit der Gemeinde Schlangen, das Luftmatratzen-Staffel-Wettschwimmen. Foto: Sonja Möller

Seit 90 Jahren besteht das Freibad Schlangen jetzt. Grund genug für den Förderverein, ein tolles Programm für das diesjährige Freibad-Fest auf die Beine zu stellen. »Wenn nur das Wetter mitspielt«, schickte Marcus Püster, Vorsitzender des Fördervereins, vorab ein Stoßgebet gen Himmel.

Um 14 Uhr betraten die ersten zögerlich das Freibad. Es nieselte. Vor allem die Kinder störte das wenig. Sie sprangen ins Becken und übten schon mal für den Arschbomben-Wettbewerb. Der startete kurz drauf und mehr als zehn Kinder zeigten teils akrobatische Sprünge und ließen Wasser spritzen. Die Erwachsenen standen voll bekleidet am Rand und schauten sich das Spektakel an.

Spannendes Luftmatratzen-Wettschwimmen

Spannend war auch das Luftmatratzen-Wettschwimmen, bei dem die Teams in Staffeln gegeneinander antraten. Und auf einer Luftmatratze quer durchs Becken zu paddeln ist gar nicht so einfach, wenn die Konkurrenten neben einem das Gleiche versuchen. Ein Riesenspaß!

Die Erwachsenen trauten sich nur zögerlich ins Wasser und ließen sich erst mal den selbst gebackenen Kuchen schmecken, den die Frühschwimmerinnen verkauften. Ebenfalls beliebt waren die Cocktails von Christians Cocktail-Bar. Zum Abend hin wurde der Regen stärker. Sängerin Heike Bailey sang »Hier kommt die Sonne, hier kommt das Licht« und fragte spontan gen Himmel: »Wo bist Du denn, Sonne?« Trotz Regen verbreitete die Schlängerin Feier-Laune. Ein Paar tanzte sogar Disco-Fox – ohne Schirm.

Pinguin heißt jetzt Piet

Die Pinguin-Figur ist der neue Hingucker im Planschbecken. Allerdings hatte der wasserspuckende Geselle noch keinen Namen. Deshalb rief Marcus Püster alle dazu auf, Vorschläge bei ihm abzugeben. Die Jury um Anke Leimkühler, Henning Gauterin, Werner Schmidt und Katrin Leimkühler wählte aus 30 Namen aus. »Wir haben das nach Gefühl entschieden. Paulchen und Kurti waren in der engeren Auswahl, aber am Ende ist es Piet geworden«, sagte Anke Leimkühler. Die Jury wusste übrigens vorher nicht, wer welchen Vorschlag eingereicht hatte. Gewonnen hat die Kita Sternschnuppe, die sich über Gutscheine der Werbegemeinschaft freut.

Historische Ausstellung

»Das bin ja ich!« Werner Hünkemeier erkannte sich auf einem der historischen Fotos, die im Pavillon ausgestellt waren, wieder. Im Laufe des Nachmittags zog es viele Besucher zu den Stellwänden. »Wir haben uns bemüht, alle Jahre lückenlos zu füllen. Nach dem Aufruf in der SCHLÄNGER ZEITUNG sind viele Fotos zusammengekommen«, erzählte Annette Bornefeld von den Gemeindewerken Schlangen. Sie hatte die Ausstellung vorbereitet. Teilweise hatten sich auch Menschen aus Paderborn oder Horn-Bad Meinberg gemeldet, die noch Fotos von früher hatten. »So haben wir eine gute Chronologie entwickelt«, freute sich Bornefeld. Zu entdecken gab es zum Beispiel den Boxkampf auf einem Floß oder den Zwickelerlass aus den 30er Jahren.

Spende überreicht

Zum Jubiläum gab es auch Geschenke für das Freibad. So überreichte die Werbegemeinschaft Schlangen einen Scheck in Höhe von 100 Euro an den Förderverein. »Damit werden wir das Planschbecken weiter verschönern«, freute sich Marcus Püster.

Die Trommel-AG der Offenen Jugendarbeit Schlangen gab ein Konzert am Beckenrand. Mit ihren Rhythmen heizten die Teilnehmer den Besuchern auf afrikanischen Djembe-Trommeln ein.

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