Vier Hinweise auf mangelnde Eignung des Pflegevaters
Bericht attestiert Jugendamt Hameln schwere Fehler im Fall Lügde

Hameln (dpa). Nach dem massenhaften Missbrauch von Kindern in Lügde (Kreis Lippe) hat eine Sonderermittlerin dem Jugendamt im niedersächsischen Landkreis Hameln-Pyrmont schwere Fehler attestiert.

Mittwoch, 09.09.2020, 13:36 Uhr aktualisiert: 09.09.2020, 14:24 Uhr
Symbolbild. Foto: Christian Althoff

Zwar kommt der Bericht zu dem Ergebnis, dass dem Landkreis kein strukturelles Versagen anzulasten ist, eine ganze Reihe von fachlichen Fehlern habe aber dazu geführt, dass die Taten nicht verhindert werden konnten, heißt es in dem vom Landkreis in Auftrag gegebenen Bericht. Dieser soll am Mittwoch dem Landkreis und am Donnerstag im Sozialausschuss des niedersächsischen Landtags vorgestellt werden.

Mindestens vier Mal habe die Behörde in Hameln Hinweise auf die mangelnde Eignung des Pflegevaters sowie mögliche Pädophilie erhalten, denen nicht ordentlich nachgegangen wurden, heißt es in dem Bericht. Es gab keinen ausreichenden Informationsaustausch im Jugendamt, Abläufe wurden nicht eingehalten und bei der Zusammenarbeit mit Behörden im angrenzenden Nordrhein-Westfalen hakte es. Das Jugendamt in Hameln hatte einem der Haupttäter von Lügde trotz mehrerer Hinweise auf sexuell übergriffiges Verhalten die Pflegschaft für ein Mädchen übertragen.

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