Schüler des Lüttfeld-Berufskollegs in Lemgo bleiben erst einmal bis Mittwoch zu Hause Rückkehrer aus Südtirol auf Corona getestet

Lemgo (WB/in). Südtirol ist am Freitag vom Robert Koch-Institut zum Risikogebiet für das Coronavirus erklärt worden. Das hatte sogar Folgen für Schüler des Lüttfeld-Berufskollegs in Lemgo. Weil einige von ihnen auf dem Rückweg aus Südtirol grippeartige Symptome zeigten hat der Kreis Lippe als Schulträger reagiert und Maßnahmen eingeleitet.

Berufskolleg im Lemgoer Stadtteil Lüttfeld
Berufskolleg im Lemgoer Stadtteil Lüttfeld Foto: Google Maps

Jeder Schüler erhielt nach Angaben der Kreisverwaltung noch im Bus einen Auskunftsbogen, auf dem er seine Symptome und Angaben zu eventuellen Vorerkrankungen beschreiben sollte. Zudem werde nach der Ankunft in Lippe von der gesamten Reisegruppe ein Abstrich gemacht, der im Labor auf das Coronavirus getestet werde. Ferner wies der Kreis an, dass alle Schüler der Reisegruppe bis kommenden Mittwoch, 11. März, zu Hause bleiben. Die Eltern wurden informiert. Weitergehende Maßnahmen behält sich der Kreis Lippe vor.

„Wir werden nun die Ergebnisse abwarten“, kündigte Landrat Axel Lehmann an. Doch selbst wenn sich Schüler des Berufskollegs mit dem Coronavirus infiziert haben sollten, gebe es keinen Grund zur Unbesonnenheit. „Panikmache und Anfeindungen, wie sie leider nach dem ersten bestätigten Fall in Lippe gegenüber der Familie und dem Freundeskreis vorgekommen sind, sind hier fehl am Platz“, betonte der Landrat am Freitag.

Rückkehrer sollen Gesundheitsamt oder Hausarzt anrufen

Nach dem ersten Fall einer Erkrankung durch den Coronavirus in Lippe ist am Donnerstag am Hangar 21 in Detmold bereits ein Diagnosezentrum eingerichtet worden.

Allgemein gilt für Rückkehrer aus Risikogebieten, sich bei grippeartigen Symptomen zunächst telefonisch an den Hausarzt oder außerhalb der Sprechstunden an die 116117 zu wenden. Zudem hat das Gesundheitsamt Lippe eine Informationshotline unter 05231 / 62-1100 geschaltet. Die Akteure entscheiden das weitere Vorgehen und auch, ob eine Vorsprache im Diagnosezentrum oder Einweisung in das Klinikum Lippe notwendig ist. Der Kreis bitet, von telefonischen Anfragen an das Klinikum abzusehen.

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