1500 Euro für Zeugenhinweise nach Misshandlung in Lemgo Katze aufgespießt: Peta setzt Belohnung aus

Lemgo/Detmold (WB). Um den Tierquäler zu finden, der eine Katze in Lemgo aufgespießt haben soll, hat die Tierschutzorganisation Peta nun eine Belohnung ausgesetzt.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Jörn Hannemann

Ein Bürger hatte das schwer verletzte Tier am 10. Mai in Lemgo/Wahmbeckerheide gefunden und zum Tierarzt gebracht. Ein Unbekannter hatte dem Tier offenbar einen Stock oder Stab oberhalb des Auges durch den Schädel und Kiefer gerammt.

Stundenlang habe der Tierarzt versucht, die Katze zu retten, berichtet das Tierheim im Internet. Alle Bemühungen waren jedoch vergeblich – das Tier überlebte die schweren Quälereien nicht. Die Tierheimmitarbeiter erstatteten demnach Strafanzeige gegen Unbekannt. Eine private Initiative setzte 500 Euro Belohnung für Hinweise, die den Tierquäler überführen, aus. Nun erhöht Peta nach eigenen Angaben die ausgesetzte Belohnung um 1000 Euro auf insgesamt 1500. Zeugen können sich telefonisch unter 01520/7373341 oder per E-Mail – auch anonym.

Wer Anfang Mai in Wahmbeckerheide und Umgebung Beobachtungen gemacht hat oder in dieser Zeit ein Tier erbärmlich hat schreien hören, kann sich zudem an das Tierheim Detmold unter Telefon 05231/24468 oder info@tierheimdetmold.de wenden.

»Immer wieder werden Katzen Opfer von brutalen Tierquälern«, sagt Judith Pein im Namen von Peta. »Wir verzeichnen fast täglich Fälle, bei denen die Vierbeiner mit Luftdruckwaffen, Schrot oder Sportpfeilen beschossen, mit ätzenden Flüssigkeiten übergossen, getreten oder anderweitig misshandelt und getötet werden. Das Leid, das der Katze angetan wurde, ist unvorstellbar. Der Täter muss gefunden und zur Rechenschaft gezogen werden. Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Wer wehrlose Tiere aus Spaß quält, der schreckt möglicherweise auch nicht vor Gewalttaten gegenüber Menschen zurück.«

Kommentare

Ich finde es super, dass sich Tierschützer auf dieser Weise für die Strafverfolgung einsetzen. Allerdings darf die Belohnung nicht zu hoch ausfallen, weil das Strafmaß für Tierquäler leider nur sehr gering ist. Eine hohe Belohnung könnte Trittbrettfahrer anlocken, die ein Strafe von 250 € für den Erhalt der Belohnung von 1500 € für lohnenswert halten. Die Gesellschaft in der wir zur zeit leben ist leider sehr schlecht und gierig.

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