Landesweit höchster Inzidenzwert
Lippe Corona-Hotspot in NRW

Düsseldorf/Detmold (dpa/WB/in) -

Lippe, seit einiger Zeit Corona-Hotspot in OWL, hält jetzt auch in Nordrhein-Westfalen den traurigen Spitzenwert. Insgesamt weisen aktuell sieben Kreise und kreisfreie Städten hierzulande einen besonders hohen Inzidenzwert auf.

Dienstag, 08.12.2020, 14:32 Uhr aktualisiert: 08.12.2020, 18:40 Uhr
Symbolbild Foto: dpa

Nach den jüngsten Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) von Dienstag hat der Kreis Lippe mit einem Wert von 273,4 NRW-weit die meisten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen.

Aber auch Hagen (249,6), Wuppertal (212,6), Duisburg (205,1), die ostwestfälische Metropole Bielefeld (204,7), Mülheim/Ruhr (203,9) und Solingen (202,8) liegen über der Schwelle von 200. Der Kreis Minden-Lübbecke liegt knapp darunter.

Ab dem Wochenwert von 200 hatten Bund und Länder zusätzliche Maßnahmen zur Eindämmung des Virus verabredet.

Im Landesdurchschnitt liegt die Infektionskennziffer, also der Wert der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner, aktuell bei 146,4. Als zu erreichender Richtwert gilt weiterhin 50. Binnen eines Tages wurden von den Gesundheitsämtern in Nordrhein-Westfalen an das RKI 3489 nachgewiesene Corona-Neuinfektionen gemeldet. Die Zahl der Toten stieg um 110 auf 4064.

Der nordrhein-westfälische Städtetag hält weitergehende Maßnahmen für erforderlich. „Dort, wo die Zahl von wöchentlichen Corona-Neuinfektionen höher als 200 pro 100 000 Einwohner ist, brauchen wir andere Maßnahmen, um die Epidemie in den Griff zu bekommen“, sagte der Vorsitzende, der Bielefelder Oberbürgermeister Pit Clausen, der „Rheinischen Post“. Für diese Super-Hotspots müsse es auch begrenzte Ausgangsbeschränkungen wie in Bayern geben.

Nordrhein-Westfalen schließt eine bundesweite Verschärfung der Corona-Maßnahmen nicht aus. „Sollte sich die Gesamtlage nicht zeitnah verbessern, erscheint auch bundesweit ein noch restriktiveres Vorgehen notwendig, um die Zahl der Neuinfektionen überall deutlicher zu reduzieren“, hatte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Montag in Düsseldorf erklärt.

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