Bei der MT Melsungen kassiert der TBV mit 23:26 die zweite Niederlage der Saison
Lemgo verliert nach prächtigem Kampf

Kassel/Berlin (WB/tip). Nach großem Kampf stand der TBV Lemgo am dritten Spieltag der Handball-Bundesliga doch mit leeren Händen da. Trotz eines starken Torwarts Peter Johannesson und eines erneut treffsicheren Bjarki Mar Elisson (zehn Tore) mussten sich die Lipper am Mittwoch der MT Melsungen mit 23:26 (12:15) geschlagen geben. Eine Sensation gelang zur gleichen Zeit dem Nachbarn GWD Minden. Die Weserstädter gewannen bei den Füchsen Berlin ebenso überraschend wie verdient mit 29:25 (13:12).

Mittwoch, 04.09.2019, 21:41 Uhr aktualisiert: 04.09.2019, 21:44 Uhr
Tim Suton und der TBV Lemgo mussten sich erneut über eine Niederlage ärgern. Foto: imago

Beim Gastspiel in Kassel lag für den TBV Lemgo lange ein Sieg, zumindest aber ein Punktgewinn in der Luft. Die erste Halbzeit dominierte zwar die MT Melsungen, weil die TBV-Profis sich zu viele technische Fehler und Fehlwürfe leisteten. Nach dem besseren Start führten die Hessen in der siebten Minute mit 7:3 und behaupteten diesen Vorsprung bis zur 15. Minute. Da lagen sie mit 11:6 vorn.

Melsungen - Lemgo 26:23 (15:12)

MT-Tore: Kühn 6, Maric 5, Reichmann 4, Kunkel 3, Mikkelsen 3/1, Häfner 2, Lemke 2, Sidorowicz 1 TBV-Tore: Elisson 10/7, Baijens 4, Guardiola 2, Suton 2, van Olphen 2, Klimek 1, Schagen 1, Theuerkauf 1 Zuschauer: 3326

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Doch der TBV zeigte die Zähne. Dank einer starken kämpferischen Teamleistung und eines prächtig aufgelegten Torwarts Johannesson gelang es den Gästen, mit zwei Treffern von Dani Baijens in Folge den Rückstand auf 10:12 (22.) zu verkürzen. Nachdem Tim Suton die Chance vergaben hatte, Lemgo auf 13:14 heranzubringen, gelang Melsungens Yves Kunkel der letzte Treffer des ersten Abschnitts zur 15:12-Pausenführung. Zu diesem Zeitpunkt hatte Lemgo bereits vier Mal das Aluminium getroffen.

Nach dem Seitenwechsel passte es beim TBV im Angriff besser. In ihrer stärksten Phase machten die Lemgoer aus dem Pausenrückstand eine 16:15-Führung (37.). Nun entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, in dem die Führung mehrfach wechselte. Die Vorentscheidung fiel, als Melsungen vier Treffer in Folge zum 23:19 (50.) gelangen, drei davon per Tempogegenstoß. Doch bis zum 25:22 durch Tobias Reichmann (59.) mussten die Hessen um ihren Sieg bangen.

Bereits an diesem Sonntag soll dann aber der zweite Lemgoer Saisonsieg herausspringen. Dann erwartet die Mannschaft des Trainers Florian Kehrmann den Tabellenzweiten TSV Hannover-Burgdorf in der Phoenix-Contact-Arena (16 Uhr/Sky).

Minden schockt Berlin

Auch ohne die verletzten Savvas Savvas, Magnus Gullerud, Espen Christensen und Aljaksandr Padschywalau übernahm GWD Minden nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit in Berlin kurz vor der Pause die Führung und nach dem Seitenwechsel die Kontrolle. Über 19:15 (40. Minute), 22:16 (44.) und 25:18 (51.) zogen die Ostwestfalen mit einer tollen Mannschaftsleistung davon und strahlten dabei soviel Selbstvertrauen und Sicherheit aus, dass die geschockten Berliner nicht einmal ansatzweise zu einem Schlussspurt fähig waren.

Aus einer geschlossenen Mindener Mannschaft ragte Torwart Malte Semisch heraus. Immer wieder stand der Ex-Berliner, der im Sommer zu GWD gewechselt war, am Vorabend seines 27. Geburtstags den früheren Mitspielern im Weg. Semisch parierte zwölf Würfe und raubte den Füchsen damit jegliche Zuversicht.

»So macht es Spaß, so kann es weitergehen«, sagte Mindens Matchwinner nach dem Sieg. »Es war wichtig, dass wir unser Spiel machen und ruhig bleiben. Damit haben wir uns zur Halbzeit die Chance offengehalten und dann zugeschlagen«, sagte Semisch. Berlins Trainer Velimir Petkovic war hingegen restlos bedient: »Wir haben uns blamiert von oben bis unten.«

FB-Tore: Lindberg 7/4, Drux 6, Marsenic 3, Matthes 3, Koch 1, Mandalinic 1, Milosavljev 1, Müller 1, Simak 1, Wiede 1 GWD-Tore: Meister 6, Michalczik 5, Knorr 4, Rambo 4, Korte 3, Staar 3, Pusica 2, Reißky 2 Zuschauer: 6276

 

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