„Global nachhaltige Kommune“: Steuerungsgruppe verabschiedet Maßnahmen für Kalletal
Ganz vorne mit dabei

Kalletal (WB). Die Gemeinde Kalletal baut ihre Strategie aus, Mensch und Natur mit Fördermitteln weiter zu stärken. „Global nachhaltige Kommune in NRW“ in Kooperation mit der Landesarbeitsgemeinschaft LAG21 NRW ist ein wesentlicher Teil davon. Die Steuerungsgruppe des Projekts hat in der Jacobischule jetzt mehr als 60 Maßnahmen verabschiedet.

Donnerstag, 08.10.2020, 04:05 Uhr aktualisiert: 08.10.2020, 04:20 Uhr
Die Steuerungsgruppe des Projekt „Global nachhaltige Kommune NRW“ hat in der Jacobischule mehr als 60 Maßnahmen für die Zukunft verabschiedet. Die Ergebnisse gehen als nächstes an den Kalletaler Rat. Foto: Frank Lemke

Die Ehrenamtlichen dieser Gruppe sowie der Rat der Gemeinde Kalletal gehen Schritt für Schritt vor. Im Mai 2019 hatte der Rat beschlossen, sich bei der LAG 21 NRW als Modellkommune zu bewerben, um Nachhaltigkeitsstrategien für die Zukunft zu erarbeiten (die VZ berichtete). Es geht um 17 Ziele, die unter anderem Wohlstand, Gesundheit, Bildung und Klimaschutz umfassen.

Bewerbung um Fördermittel

Ein Kernteam aus der Verwaltung und die Steuerungsgruppe mit mehr als 45 Ehrenamtlichen investieren viel Zeit in diese Strategie. Der Vorteil: „In Zukunft werden 99,9 Prozent aller Fördermittel an Nachhaltigkeitsstrategien geknüpft sein“, sagt Bürgermeister Mario Hecker. Mit den erarbeiteten nachhaltigen Strategien und Konzepten kann sich das Kalletal in Zukunft wesentlich leichter auf Fördermittel bewerben. Solche Gelder haben in der Vergangenheit bereits Projekte wie das Feuerwehrgerätehaus in Stemmen ermöglicht, außerdem Spielplätze und die Sanierung des Schulzentrums in Hohenhausen.

Der Haupt- und Finanzausschuss hatte in seiner Sitzung am 24. Juni die Kalletaler Ziele für das Projekt einstimmig beschlossen. Die Steuerungsgruppe hat konkrete Maßnahmen zum Erreichen dieser Ziele definiert. Daran beteiligt sind Mitglieder des Rates, des Seniorenbeirates, der kommunalen Verkehrsgesellschaft, der Kalletaler Schulen und Kirchen, des Landesverbandes Lippe, der Biologischen Station Lippe, Vertreter der Wirtschaft und Politik sowie Berater der LAG 21.

Digitalisierung als Bildungsauftrag

Zu den mehr als 60 Maßnahmen gehören unter anderem: Die Digitalisierung wird in Zukunft als Bildungsauftrag verstanden; im Vordergrund soll dabei die Vermittlung von Kompetenzen im Umgang mit digitalen Angeboten für alle Altersgruppe stehen; Teil der Digitalisierung soll auch die Einführung eines Energiemanagements sowie die Erfassung und Analyse kommunaler Liegenschaften sein.

Das derzeit im Aufbau befindliche Bürgerbegegnungszentrum am Schulzentrum wird thematisch zum Kultur- und Kommunikationszentrum entwickelt.

Das Ehrenamt wird gestärkt.

Grundlage für Projekte im Bereich des Ressourcenschutzes sollen die „Nationale Wasserstrategie des Bundes“, die „Grüne Infrastrukturrichtlinie NRW“ und der „Zero-Waste“ Gedanken werden.

Carlo Schick und Dr. Philipp Lange von der LAG 21 haben die Sitzung der Steuerungsgruppe in der Jacobischule moderiert. „Da steckt viel Arbeit drin. Das Kalletal ist vorbildlich“, sagte Carlo Schick. Die Gemeinde Kalletal sei die erste Kommune, welche die Maßnahmen zur Umsetzung der Ziele bereits erarbeitet habe. Als nächstes geht diese Ausarbeitung in die Politik. Der Rat der Gemeinde Kalletal wird sich mit den Maßnahmen befassen und weitere Entscheidungen treffen.

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