Bald ist Premiere: Flüche, Zauber und Theater im virtuellen Nordlippe
Ein digitales Märchen

Kalletal (WB). Theater mal anders: Aufgrund von Corona hat sich das Theaterlabor Bielefeld etwas Neues einfallen lassen: ein digitales Theaterstück, live, an verschiedenen Standorten im Kalletal und Umgebung gespielt. Die Vorbereitungen laufen. Premiere ist am Sonntag, 20. September, ab 18 Uhr. Die Zuschauer werden ein digitales Foyer besuchen, es sich zu Hause gemütlich machen und das Stück am heimischen Bildschirm sehen.

Mittwoch, 02.09.2020, 04:16 Uhr aktualisiert: 02.09.2020, 04:20 Uhr
Sie organisieren das digitale Märchen (von links): Thomas Behrend, Marlon Schröter und Isabel Remer vom Theaterlabor, Uschie Buche vom Theaterverein Hohenhausen, Sebastian Fritzemeier vom Jukulex, Claudia Meßner von den Teimeristen und Annette Engelking vom Theaterverein Hohenhausen. Die Premiere ist am Sonntag, 18. September. Foto: Frank Dominik Lemke

Digitales Märchendorf

„Keiner weiß, was dabei rauskommt. Das Projekt ist eine spannende Gratwanderung“, sagt Uschi Buche vom Theaterverein Hohenhausen. Sechs Gruppen bereiten sich auf „Digitales Märchendorf – in Nordlippe wird gezaubert!“ vor. Mit dabei sind das Jukulex Extertal, der Kinder- und Jugendclub des Theaterlabors aus Bielefeld, der Theaterverein Hohenhausen sowie die Teimer Kids und die Teimeristen aus Bavenhausen.

In dem Märchen geht es um eine fabelhafte Geschichte über ein verfluchtes Dorf, das am Ende von fantastischen Wesen wieder erlöst wird. Die Familie Teufel hat Langeweile und Großmutter wünscht sich Unterhaltung. Deswegen stößt sie wilde Flüche gegen die Bewohner des Nachbardorfs aus. Mal sehen, wie die sich quälen – für Familie Teufel ein Genuss.

Doch ein guter Zauberer will den armen Seelen im Nachbardorf helfen. Er besucht fünf Orte, in denen zauberkundige Wesen leben, die genau wissen, wie sie Flüche wieder auflösen können. Gemeinsam machen sie sich auf, den Bann der Bösen zu brechen.

Live aus den Dörfern

An dem Projekt sind Jung und Alt beteiligt. „Die Kinder haben sich im Vorfeld die Flüche ausgedacht, mit denen Familie Teufel die arglosen Nachbarn belegt“, sagt Isabel Remer vom Theaterlabor. Sowohl die Flüche als auch deren Auslösungen seien voller Fantasie. In einem Dorf bauen die zauberkundigen Wesen eine Fluch-Auflöse-Maschine. Das nächste Dorf zaubert den richtigen Bannspruch einfach aus dem Hut.

Bei der Aufführung spielen die einzelnen Gruppen. Techniker vor Ort und in Bielefeld beim Theaterlabor koordinieren die Liveübertragung aus den einzelnen Dörfern und Orten des Geschehens. Ein Erzähler führt durch die Geschichte. „Bei diesem Projekt gewinnen wir völlig neue Erfahrungen“, sagt Marlon Schröter vom Theaterlabor. Das Bundesministerium und die Bundesanstalt für Ernährung und Landwirtschaft sowie der Europäische Landwirtschaftsfond unterstützen die Idee.

„Das wird ein Spaß“, sagt Claudia Meßner von den Teimeristen. Der Einlass ins digitale Foyer wird ab 17.30 Uhr sein. Der Eintritt ist frei. Der Zugang zum Theaterstück wird über die Website des Theaterlabors erfolgen, www.theaterlabor.de

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