Kalletal nimmt am Projekt „Global nachhaltige Kommune“ teil
Strategisch gedacht

Kalletal (WB). In den vergangenen fünf Jahren hat das Kalletal etwa 10 Millionen Euro an Fördermitteln bewilligt bekommen, dank Planung und vorausschauendem Denken. Die Gemeinde baut ihre Strategie aus, Mensch und Natur mit weiteren Fördermitteln nachhaltig zu stärken. Derzeit arbeiten Rat, Verwaltung und Bürger an dem Projekt „Global nachhaltige Kommune in NRW“.

Montag, 03.08.2020, 04:19 Uhr aktualisiert: 03.08.2020, 05:01 Uhr
Bürgermeister Mario Hecker und die Koordinatorin des Projekts, Henrike Sieker, sehen positiv in die Zukunft. Foto: Frank Lemke

„Der Rat trifft weitsichtige Entscheidungen“, sagt Bürgermeister Mario Hecker. Im Mai 2019 haben die Mitglieder beschlossen, sich bei der Landesarbeitsgemeinschaft LAG 21 NRW als Modellkommune zu bewerben, um Nachhaltigkeitsstrategien für die Zukunft zu erarbeiten. Beim Projekt geht es um 17 Ziele, die auch Wohlstand, Gesundheit, Bildung und Klimaschutz umfassen.

Die LAG hat dem Kalletal den Zuschlag gegeben und als Modellkommune anerkannt. Als nächstes haben Arbeitsgremien, bestehend aus Kalletaler Bürgern, eine Bestandsaufnahme gemacht, wie hier bereits nachhaltig gedacht und gearbeitet wird. „Die Liste ist lang“, sagt die Koordinatorin Henrike Sieker. Unter anderem ist in dieser Liste der Bürgerbusverein aufgeführt, das Integrationsprojekt für Flüchtlinge, das Projekt „Wasser im Fluss“ und Aktionen an den Schulen des Kalletals.

Jeder kann sich einbringen

Jeder Kalletaler kann sich in das Projekt einbringen. Ziel ist das Treffen von zukünftigen Entscheidungen unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit. „Erste Maßnahmen hatten wir eigentlich schon beschlossen. Dann kam Corona dazwischen“, sagt Henrike Sieker. Das Projekt musste warten. Deswegen haben der Rat und die Verwaltung in der vergangenen Ratssitzung noch einmal bekräftigt, dass sie dieses Projekt voranbringen wollen, gleich wie der Rat sich nach der Kommunalwahl 2020 zusammensetzen wird.

Der große Vorteil von „Global nachhaltige Kommune in NRW“: Mit den erarbeiteten nachhaltigen Strategien und Konzepten kann sich das Kalletal in Zukunft wesentlich leichter auf Fördermittel bewerben. „In Zukunft werden 99,9 Prozent aller Fördermittel an Nachhaltigkeitsstrategien geknüpft sein“, sagt Mario Hecker. Ohne Fördermittel wäre das neue Feuerwehrgerätehaus in Stemmen nicht möglich gewesen, es hätte keine Förderung von Spielplätzen und keine Sanierung des Schulzentrums in Hohenhausen gegeben..

Mehr als 45 Kalletaler engagieren sich für das Projekt. Sie kommen aus dem Bürgerbusverein, dem Seniorenbeirat und weiteren Vereinen. „Ich glaube, dank der vielen mitarbeitenden Hände sind wir sind gut für die Zukunft gerüstet“, sagt Mario Hecker.

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