Jacobi-Gemeinschaftsschule erhält bei Qualitätsanalyse Bestnoten
„Eine Schule für alle“

Kalletal (WB). Die Jacobi-Gemeinschaftsschule in Hohenhausen hat das Lob für ihre gute Arbeit nun schwarz auf weiß. Schulleiter Dr. Eike Stiller hat am Mittwochabend den Bericht der externen Qualitätsanalyse (QA) im PZ der Hohenhauser Grundschule vorgestellt. Darin haben die Inspektoren der Bezirksregierung der Jacobischule ein überragendes Abschneiden attestiert.

Freitag, 07.02.2020, 07:00 Uhr
Präsentieren den Bericht mit dem QA-Ergebnis: Christoph Ullrich (Konrektor), Dunja Raimann (Abteilungsleitung) , Schulleiter Dr. Eike Stiller, Meinolf Klahold, Gudula Stamm und Bürgermeister Mario Hecker (von links).

In Zahlen heißt das: Von 40 bewerteten Kriterien hat die Schule 20 Kriterien mit der Höchstbewertung „Doppelplus“, 18 mit einem Plus und nur zwei mit einem Minus erfüllt. 11 Kriterien blieben unbewertet, heißt es in dem 70-seitigen Bericht. „Mit diesem Ergebnis ist unsere Erwartungshaltung weit übertroffen worden. Das erfüllt mich mit Stolz und ich bedanke mich dafür ausdrücklich bei meinem großartigen Kollegium“, sagte Dr. Eike Stiller.

Großes Lob gab es auch von Meinolf Klahold, dem zuständigen schulfachlichen Dezernenten bei der Bezirksregierung, der das Abschneiden der Schule als „Bombenergebnis“ bezeichnete und in der Versammlung auch das Lob des NRW-Ministeriums für Schule und Weiterbildung übermittelte. „Die Jacobischule ist dem Leitspruch ‚Das ist eine Schule für den Ort und die Region, bleibe Du in deiner Stadt, damit sie eine Zukunft hat‘ gerecht geworden“, sagte er in Richtung der Zuhörer im Saal.

Vom 9. bis 11. Dezember hatten die Prüfer die im Jahr 2011 gegründete Schule erstmals zu einer QA besucht. Dabei wurden 38 Unterrichtsbesuche absolviert und zahlreiche Interviews mit Schulleitung, Lehrern und Mitarbeitern geführt, beschrieben Dr. Stiller und Gudula Stamm, didaktische Leiterin der Schule, den Ablauf der Überprüfung.

Die Stärken der Schule

Die Jacobischule wird in dem Bericht der Prüfer als „Ansprechpartner für alle Mädchen und Jungen sowie für Kinder mit Förderbedarf“ gelobt. Ihr werden ein positives soziales Klima, ein lösungsorientierter Unterricht auf Augenhöhe der Schüler attestiert, der fachlich nachhaltige Bildung vermittele. Den Unterricht mache eine von Toleranz und Disziplin geprägte Lernatmosphäre aus, unterstützt durch eine optimale Lernumgebung (Ausstattung von Schule und Klassenräumen). Auch die Bedeutsamkeit der Lerninhalte für die Schüler – „Wofür lernen wir?“ – werde in einem schülerorientierten Unterricht vermittelt, in dem die Lehrer auch als Sprachvorbild agierten.

Lob gab es schließlich unter anderem auch in den Kategorien „Lernen und Lehren“, ‚Bewegung und Gesundheit“, „Pädagogische Führung“ sowie „Lokale Vernetzung“ der Jacobischule.

Die Schwächen

Als verbesserungsfähig beurteilten die Prüfer die Problemorientierung im Unterricht mit einem noch zu großen Anteil an Einzelarbeit. Auch die Feedback-Kultur sollte systematisch ausgebaut werden, um als Rückmeldeverfahren in die Unterrichtsgestaltung eingebaut zu werden.

Lob des Bürgermeisters

„Weiter so“ lobte Bürgermeister Mario Hecker in seinem Grußwort das hervorragende QA-Ergebnis. Gleichzeitig dankte er der Schule für die Geduld mit der Gemeinde. Immerhin spiele sich das Schulleben seit 2017 in einer Baustelle ab. Hecker: „Wir müssen endlich fertig werden. Aber wir wollen es auch gut machen.“ Die Sanierung der Hohenhauser Straße, die Schließung der Baulücke zwischen Schulzentrum und Ortskern sowie die Sanierung von Schule und Sporthallen bezeichnete er als Gesamtpaket, damit man am Ende wieder gerne an den Schulstandort in Kalletal-Hohenhausen fahre. Das werde Ostern 2021 geschafft sein, versprach der Bürgermeister.

Baufortschritt an der Jacobischule

Wie Bürgermeister Mario Hecker und Planerin Ute Seidemann mitteilten, soll die Fertigstellung der Sanierungs- und Neubaumaßnahmen an der Jacobischule voraussichtlich Ostern 2021 sein.

Nach dem Bekanntwerden der PCB-Belastung von Schultrakten in 2017 hatten nach einer Findungs- und Planungsphase im Sommer 2018 die Arbeiten mit der PCB-Sanierung und dem Abbruch von Altbauten begonnen. Nach der Betonsanierung folgten die derzeitigen Tiefbau- und Rohbauarbeiten am Neubau. Für das Frühjahr sind Ausschreibungen für die weiteren Ausbauarbeiten geplant. Im Neubau würden der Verwaltungsbereich, ein großes Lehrerzimmer, Bibliothek und Besprechungszimmer untergebracht. Die Aula (280 Sitzplätze) wird künftig auch als Bürgerzentrum genutzt.

 

 

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