Großgemeinde blickt auf 50 Jahre Gemeinschaft zurück
Das Kalletal feiert Geburtstag

Kalletal (WB). Im Jahr 1969 ist aus 16 selbstständigen Dörfern eine große Gemeinschaft geworden. Die Gebietsreform des Landes Nordrhein-Westfalen fasste sie zur Großgemeinde Kalletal zusammen. Seitdem gab es Höhen und Tiefen, solide Entscheidungen und verrückte Ideen. Ihr 50-Jähriges feiert die Großgemeinde beim diesjährigen Heimatfest.

Freitag, 05.07.2019, 07:00 Uhr aktualisiert: 05.07.2019, 14:00 Uhr
Bürgermeister Mario Hecker liest einen 50 Jahre alten Zeitungsartikel über das Heimatfest in Hohenhausen. 1969 war es sehr gut besucht. Der Platz in der August-Dreves-Schule reichte damals kaum aus Foto: Frank Lemke

Der Anfang vor 50 Jahren war schwer. Die Gebietsreform sorgte erst einmal für Unmut. Die ehemaligen Gemeinden brachten teilweise erhebliche Schulden mit in die Großgemeinde.

Furcht vor Identitätsverlust

Durch den Zusammenschluss verloren die Dörfer einen Teil ihrer Identität. Das Leben hatte sich verändert. Vieles war in den vergangenen Jahrzehnten im Gespräch: Eine Eisenbahn in Asendorf, die Förderung von Kohle im Kalletal, in Heidelbeck sollten ein Stausee und ein Erholungszentrum entstehen. Die Idee mit dem Stausee stammt aus dem Jahr 1969. Anstatt des Stausees bekam Heidelbeck ein Wald- und Forstmuseum.

Es dauerte lange, bis die Ortsteile zueinander fanden. Ihr erster Gemeindedirektor Gerhard Lindemann musste unterschiedliche Interessen vereinen und die Verwaltung aufbauen. Missverständnisse ließen sich auch in jüngster Vergangenheit nicht vermeiden. Doch inzwischen hat sich das Kalletal zusammengerauft.

Turbulente Zeiten in Rat und Verwaltung

»Wir haben turbulente Zeiten in Rat und Verwaltung hinter uns«, sagt Bürgermeister Mario Hecker. Dank vieler engagierte Kalletaler sei es harmonisch geworden. Wichtige Entscheidungen würden zwar nach wie vor kontrovers diskutiert. »Doch dabei geht es immer um die Sache«, sagt Mario Hecker. Der Kämmerer Jens Hankemeier bestätigt das: »Das ist ein angenehmes und produktives Arbeiten. Bei schweren Entscheidungen werden alle gehört, so dass wir möglichst einen Weg finden, mit dem alle zufrieden sind.«

Derzeit ist vieles in Bewegung. Das Schulzentrum wird umgestaltet. Der Zeitplan für die Sanierung wird voraussichtlich eingehalten. Der Bauhof bekommt ein neues Gebäude hinter der Feuerwehr. Neue Gewerbeflächen ziehen Unternehmen in das Kalletal.

Das Heimatfest, welches die Vereinsgemeinschaft Hohenhausen alle zwei Jahre ausrichtet, stärkt das Gemeinschaftsgefühl. Deswegen hat sich die Gemeindeverwaltung dazu entschlossen, die offizielle Feier zum 50-Jährigen mit dem Heimatfest zu feiern.

Jubiläumsfeier im Festzelt

Am Mittwoch, 21. August, beginnt um 19 Uhr der offizielle Teil im Festzelt am Römerweg in Hohenhausen. Der ehemalige ARD-Auslandskorrespondent und gebürtige Bavenhausener Jürgen Osterhage wird bei dem Festkommers sprechen. Außerdem tritt der Buchautor Friedo Petig auf.

Das 50-Jährige der Großgemeinde ist nicht das einzige Jubiläum, welches die Kalletaler dieses Jahr feiern. Der Freibadverein feiert sein 25-jähriges Bestehen.

Das Freibad selbst blickt auf 55 Jahre seit seiner Gründung zurück. Die Kalletaler Feuerwehr feiert ebenfalls 50-Jähriges. Der Gemeindesportverband veranstaltet zu seinem 50-jährigen Jubiläum am 13. September ab 18.30 Uhr einen Festabend im Dorfgemeinschaftshaus Talle.

Am 14. September geht es beim Sportfest Talle mit Sportvorführungen weiter. Die Löschgruppe Erder lädt darüber hinaus am 6. und 7. Juli zu ihrem 125-jährigen Jubiläum ein.

 

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