50 Teilnehmer bei Fahrraddemo – Tour von Langenholzhausen nach Hohenhausen
Bürger fordern Radweg

Kalletal (WB/rto). Zur dritten Fahrraddemo von Langenholzhausen nach Hohenhausen hatte die Bürgerinitiative Radweg am Samstag eingeladen. Gekommen waren rund  50 Demonstranten, die über die B238 nach Hohenhausen gefahren sind.

Donnerstag, 04.07.2019, 07:00 Uhr
Insgesamt 50 Radler haben an der Fahrraddemonstration für eine Radwegeverbindung von Langenholzhausen nach Hohenhausen teilgenommen. Die Bürger kritisieren, dass trotz der Auslobung hoher Fördergelder durch das Land, sich in dieser Sache noch nichts bewegt hat. Foto: Reiner Toppmöller

Im vergangenen Jahr waren es noch mehr als doppelt so viele, was vermutlich den extremen Temperaturen am vergangenen Wochenende geschuldet war.

Seit drei Jahren fordern die Mitglieder der Initiative jetzt schon einen Radweg an der B238 von Langenholzhausen nach Hohenhausen. »Geschehen ist bisher nichts. Selbst die Gespräche, die wir über den Waldweg geführt haben sind im Sande verlaufen«, sagt Andreas Miehle, Sprecher der Initiative.

Land hat Fördergelder für Radwegebau ausgelobt

Nach seiner Auskunft hat das Land Nordrhein-Westfalen am 18. Mai diesen Jahres 12,4 Millionen Euro und am 28. Mai noch einmal 47 Millionen Euro für den Radwegebau zur Verfügung gestellt. »Was macht die Gemeinde?« »Wo sind die Beschlüsse zur Förderung des Radweges?« Diese Fragen stellte Initiativen-Sprecher Miehle auch Kalletals Bürgermeister Mario Hecker, der zum Start der Demonstrationsfahrt gekommen war.

Der Bürgermeister argumentierte es gäbe zu wenig Personal bei den Baulastträgern, um das Förderprogramm umzusetzen. »In diesem Fall kann man das ruhigen Gewissens auf Straßen NRW schieben«, sagte Hecker. Mit Blick auf den im Frühjahr gestarteten Bau des Radweges nach Huxoll, machte er deutlich, wie lange auch gut gemeinte Projekte brauchen. »Wir haben bis heute trotz Vereinbarung über die gemeinsamen Arbeiten an dem Radweg noch keinen gültigen Vertrag. Wegen kleiner Details werde das Projekt immer wieder aufgeschoben. »Eigentlich wollten wir längst fertig sein«, so der Bürgermeister. An die Initiative gewandt forderte er eine feste Aussage, ob der Waldweg jetzt in Frage komme oder nicht. »Bisher hatte ich den Eindruck, dass sie immer noch die Straßenvariante bevorzugen«, sagte der Bürgermeister.

Debatte um Ausbauvariante

In diesem Punkt waren sich die Demonstranten allerdings uneinig. Andreas Miehle will  nach den Ferien eine neuen Versammlung einberufen, um in dieser Sache ein Meinungsbild zu bekommen.

Nach der Ankunft des Demonstrations-Fahrradkorsos am Freibad in Hohenhausen sagte der Sprecher der Bürgerinitiative: »Wenn es denn soviel Geld für den Radwegebau gibt, warum beschäftig man dann in unserem Fall nicht ein Fachbüro mit einem entsprechenden Gutachten. Vielleicht kommt dabei etwas ganz anders heraus. Die Verantwortung für das Für oder Wider der verschiedenen Radweg-Varianten nun dem unwissenden Bürger zu zu schieben, ist nicht richtig.«

 

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