Julia und Andreas Günther aus Kalletal sammeln bei »Baltic Sea Circle«-Fahrt für den Franziskushof
Für vier Pfoten um die Ostsee

Kalletal (WB). Den Traum einer Reise zum Nordkap haben viele Menschen. Einige erfüllen ihn sich auch. Aber mit dem Auto einmal komplett um die Ostsee zu fahren und durch Skandinavien, Russland und die baltischen Länder zu reisen, das ist schon ein anderes Ding.

Mittwoch, 05.06.2019, 07:45 Uhr aktualisiert: 05.06.2019, 07:50 Uhr
Julia und Andreas Günter aus Bavenhausen starten mit ihrem 21 Jahre alten Landrover Freelander bei der »Baltic Sea Circle«-Fahrt. Foto: Reiner Toppmöller

Diesen Traum erfüllen sich nur wenige Menschen. Zu ihnen gehören Julia (37) und Andreas (41) Günther aus Bavenhausen. Sie fahren diese Strecke mit einem 21 Jahre alten Landrover Freelander und wollen damit sogar noch Gutes tun. Als Team »Hells Cats« – »Höllenkatzen« – nehmen die beiden Kalletaler an der diesjährigen »Baltic Sea Circle«-Fahrt teil.

7500 Kilometer in 16 Tagen

In wenigen Tagen, vom 15. bis 30. Juni, ist es soweit: Mit einem 21 Jahre alten Landrover Freelander starten die beiden Abenteurer in Hamburg, um dort nach 16 Tagen und etwa 7500 Kilometern Fahrt wieder anzukommen. Die exakte Strecke ist von den Teams selbst zu wählen und führt durch insgesamt zehn Länder – Deutschland, Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland, Russland, Estland, Lettland, Litauen und Polen – bis auf die Lofoten und zum Nordkap.

Die »Baltic Sea Circle« ist die nördlichste Abenteuerrallye der Welt. Autobahnen sind dabei nur am ersten und am letzten Tag und in begrenztem Umfang durch den Einsatz von Jokern an nur wenigen Tagen erlaubt. Auch ein Navigationssystem darf nicht genutzt werden, man muss eine Strecke ganz wie früher mit Hilfe von Straßenkarten finden.

Start und Ziel in Hamburg

Neben Start und Ziel in Hamburg gibt es zwei Punkte, an denen alle Teams zusammenkommen. Sofern die Fahrzeuge durchhalten, treffen sich die rund 280 Autos einmal am Polarkreis und einmal im Baltikum. Darüber hinaus ist jedes Team für sich selbst verantwortlich und dafür, möglichst viele Punkte im Rahmen von Tagesaufgaben im Roadbook zu ergattern. Ziel der Veranstaltung ist es nämlich nicht nur, einfach möglichst schnell durchzukommen, sondern Erfahrungen zu sammeln und Land und Leute am Rande der Strecke kennenzulernen.

Vor und während der Rallye ist jedes Team außerdem dazu verpflichtet, mindestens 750 Euro Spenden für einen selbst festgelegten guten Zweck zu sammeln. Die beiden Kalletaler haben ihre Reise in den Dienst des Tierschutzvereins Franziskushof im Kalletal gestellt. Sammeln sie die Spenden nicht, müssen die beiden selbst für den Betrag einstehen.

Radlager und Lichtmaschine im Gepäck

Mit dem Freelander hat sich das Paar für ein zuverlässiges Fahrzeug entschieden. Es wurde bereits von der Firma Barlag in Lüdenhausen auf »Herz und Nieren« geprüft. Dennoch fährt der Hobbytüftler Andreas Günther nicht ganz ohne Ersatzteile los. Zündkabel, ein Radlager diverse Schrauben und eine Lichtmaschine sind im Gepäck.

Um ihre Erlebnisse mit anderen zu teilen, hat das Paar bereits eine Website mit Blog sowie eine Facebook- und eine Instagram-Seite eingerichtet. Hier berichten sie über ihre Vorbereitungen und ab dem 15. Juni auch über die Reise.

Den Anstoß zu der Teilnahme haben die beiden durch einen Fernsehbericht über die Veranstaltung bekommen. Die Begeisterung für Old- und Youngtimer hat Julia Günther von ihrem Vater. Deshalb findet sie es gut, bei einer Rallye mitmachen zu können, bei der die Autos mindestens 20 Jahre alt sein müssen. Dass sie damit auch noch Gute tun kann, hat sie besonders gefreut.

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