SPD im Kalletal verzichtet auf eigenen Kandidaten und unterstützt Amtsinhaber
Hecker kandidiert erneut

Kalletal (WB). Bürgermeister Mario Hecker (43) wird bei der Kommunalwahl im nächsten Jahr erneut kandidierten. Die SPD unterstützt ihn und verzichtet auf einen eigenen Kandidaten.

Dienstag, 09.04.2019, 07:01 Uhr aktualisiert: 09.04.2019, 07:10 Uhr
Mario Hecker ist seit Herbst 2015 Bürgermeister der Gemeinde Kalletal. Bei der Kommunalwahl im nächsten Jahr wird er wieder antreten und sich erneut bewerben. Die SPD hat ihm bereits ihre Unterstützung zugesagt. Foto: Jürgen Gebhard

Mit der Entscheidung, sich um eine zweite Amtszeit zu bewerben, reagiert Hecker auf den aktuellen Beschluss der Kalletaler SPD, ihn bei der Bürgermeisterwahl zu unterstützen und auf die Aufstellung eines eigenen Kandidaten zu verzichten. Der Beschluss habe ihn überrascht, Gespräche seien vorher nicht geführt worden, sagt der Bürgermeister. Am Freitag habe Gemeindeverbands-Vorsitzender Manfred Rehse ihn informiert. »Das ist ein großer Vertrauensbeweis«, stellt Hecker fest.

Am Wochenende habe er sich dann mit seiner Familie beraten. Die habe ihm in langen Gesprächen den notwendigen Rückhalt zugesagt: »Sonst würde ich mich nicht noch einmal um dieses Amt bewerben.« Als optimal bezeichnet Hecker die Zusammenarbeit mit Rat und Verwaltung. Auch das ermutige ihn, nach 2020 weiterhin als parteiloser Kalletaler Bürgermeister arbeiten zu wollen: »Ob ich dann tatsächlich gewählt werde, entscheiden die Bürger.«

»Unkomplizierte Zusammenarbeit«

Die SPD Kalletal habe vor der letzten Kommunalwahl mit »vielen Ideen und Konzepten« um die Wählerstimmen geworben, stellt Manfred Rehse fest. Kernthemen seien gewesen, den Problemen des demografischen Wandels entgegenzuwirken, die Mobilität, die ärztliche Versorgung, die Daseinsvorsorge und die Lebensqualität in den Ortsteilen zu sichern. Es gehe um Themen wie Aufrechterhaltung der dörflichen Infrastruktur, Ausbau von Pflege- und Betreuungsangeboten, Ortskerngestaltung, Sanierung öffentlicher Gebäude wie Schulen, Turnhallen und Sportanlagen und damit verbunden Stärkung von Bildungslandschaft und Schulstandorten.

Sicherung und Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen seien Standortfaktoren, die die Gemeinde Kalletal lebenswert und zukunftsfähig machten. Viele dieser Themen seien inzwischen realisiert oder auf den Weg gebracht worden.

Rehse: »Hierbei hat sich der Bürgermeister sehr engagiert und Rat und Verwaltung haben gut gearbeitet.« Insgesamt sei die Zusammenarbeit der Fraktion mit dem Bürgermeister unkompliziert, sachlich und lösungsorientiert. Die Mitarbeit und die Vorschläge der Fraktion würden »auf Augenhöhe« angegangen.

Aus diesen Gründen stelle die SPD Kalletal zur Bürgermeisterwahl 2020 keinen eigenen Kandidaten auf und unterstütze Amtsinhaber Mario Hecker. Diese Entscheidung überrasche sicher einige Bürger, so Rehse. Wer sich näher mit dem Thema beschäftige oder das aktuelle Geschehen in der Gemeinde verfolge, könne diese Entscheidung sicher nachvollziehen oder unterstützen.

Bei der Bürgermeisterwahl im September 2015 war der bisherige Bauamtsleiter Mario Hecker als parteiloser Kandidat mit 52,19 Prozent gewählt worden. Die SPD hatte Marc Schumacher (30,69 Prozent) ins Rennen geschickt, als parteilose Bürgermeister-Kandidatin war Elke Dalpke-Fohrmann (17,12 Prozent) angetreten.

Kommentar

Mario Hecker hat ihn seiner bisherigen Amtszeit schon einiges bewirkt. Er war angetreten, das Leben auf dem Dorf lebenswerter und liebenswerter zu machen. Der Bürgermeister ist im Kalletal groß geworden, er lebt in einem kleinen Dorf und weiß um die Sorgen und Wünsche der Menschen dort. Immer wieder gelingt es ihm, gemeinsam mit Rat und Verwaltung Fördergelder heranzuholen und Projekte voranzubringen. Grabenkämpfe, wie es sie früher im Kalletal immer wieder geben hat, gehören der Vergangenheit an. Dass sich die SPD nun hinter den Amtsinhaber stellt, beweist einmal mehr, wie sehr seine gute Arbeit geschätzt wird. Jürgen Gebhard

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6529367?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198397%2F2516025%2F
Als Arminia Rapolder wegschoss
Erst zusammen aufgestiegen, dann sorgten Mathias Hain und Co. für das vorzeitige Trainer-Aus von Uwe Rapolder (hinten) in Köln. Foto: Starke
Nachrichten-Ticker