Gemeinschaftsschule: PCB-Sanierung- und Rückbau schreiten voran – Neubau im Juni – mit Video
Abrissarbeiten haben begonnen

Kalletal (WB), Die Bagger sind angerollt. Die PCB-Sanierung der belasteten Gebäude am Schulzentrum ist am Mittwoch in die zweite Phase gegangen. Bis Ende März soll nun ein Teil der alten, nicht mehr benötigten Gebäude abgerissen werden. Ab Juni wird mit dem Wiederaufbau der entkernten Gebäude und dem Neubau des Verwaltungstraktes begonnen.

Donnerstag, 07.02.2019, 03:30 Uhr aktualisiert: 07.02.2019, 04:00 Uhr
Der Abriss von nicht mehr benötigten Gebäudeteilen der Gemeinschaftsschule in Hohenhausen hat begonnen. Am Mittwoch hat der Bagger seine Arbeit aufgenommen. Foto: Joachim Burek

Bürgermeister Mario Hecker hatte gemeinsam mit Uwe Rafflenbeul, Städtebaudezernent der Bezirksregierung, der Bundestagsabgeordneten Kerstin Vieregge (CDU), Vertretern der Schulleitung der Jacobischule, mit den stellvertretenden Bürgermeistern sowie Vertretern aus Rat und Verwaltung den Startschuss für die Abrissarbeiten gegeben.

Mittel der Städtebauförderung

Hintergrund für den hohen Besuch ist die anteilige Finanzierung der Gesamtmaßnahme mit Mitteln der Städtebauförderung in Höhe von mehr als 3 Millionen Euro. Insgesamt wird die Maßnahme zwischen 7 und 7,5 Millionen Euro kosten. Davon müssen 820.000 Euro für die PCB-Sanierung und den Abriss sowie etwa 51 Millionen Euro für die Baukosten für die einzelnen Gebäudeabschnitte inklusive des Neubaus des Verwaltungstraktes aufgewendet werden.

Dank an das Sanierungsunternehmen

In seiner Ansprache hatte Bürgermeister Hecker noch einmal daran erinnert, wie die 2017 festgestellte PCB-Belastung die zunächst geplanten Umgestaltungsmaßnahmen an der Schule gestoppt hatten. »Nun hat im vergangenen Herbst die intensive Sanierung begonnen und die Gemeinde bedankt sich ausdrücklich bei der beauftragten Fachfirma für die sehr gute Arbeit bei den nicht immer einfachen Entkernungsarbeiten.« Als symbolisches Zeichen der Anerkennung für die geleistete Arbeit überreichten Vertreter der Verwaltung den Mitarbeitern des Sanierungsunternehmens kleine Präsente.

Städtebaudezernent Uwe Rafflenbeul, der die Grüße der Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl überbrachte, wies in seiner Ansprache auf die umfangreiche Städtebauförderung des Landes hin. »Allein in 2018 sind im Regierungsbezirk Detmold hierfür 53 Millionen Euro bewilligt worden. Auch bei diesem Projekt im Kalletal sehen wir, dass mit diesen Mitteln etwas für die Bürger gemacht wird«, sagte er.

Wichtiges Gut: die Bildung

Die lippische Bundestagsabgeordnete Kerstin Vieregge betonte ebenfalls die Bedeutung dieser Investition im Kalletal. »Bildung ist eines unserer wichtigsten Rohstoffe. Daher müssen wir in unseren Schulen auch vernünftige Bedingungen für den Unterricht schaffen«, sagte sie.

Bereits im Oktober hatten Fachfirmen mit den ersten Sanierungs- und Rückbauarbeiten in den betroffenen Schulgebäuden begonnen. Wie Bauleiter Andreas Deppe ausführte, waren im Bereich der drei Klassenhäuser »Süd«, der Pausenhalle und des Foyers die PCB-belasteten Decken-, Wand- und Bodenbeläge sowie einzelne Einbauten entfernt und Vorbereitungen für den Wiederaufbau getroffen worden. Der Klassentrakt »Nord« und der Verwaltungstrakt dagegen seien nach der Entfernung des ebenfalls belasteten Materials für den jetzt beginnenden Abriss vorbereitet worden.

Neubau des Verwaltungstraktes

Nun ist ab Frühsommer als Ersatz für den Abriss der Neubau des Verwaltungstraktes und die Reduzierung der vorgehaltenen Klassenräume auf die erforderliche und prognostizierte Schülerzahl geplant. Zusätzlich soll die vorhandene Aula umgebaut werden, führte Architekt Philip Wienecke vom beauftragten Büro BKS Architekten nach dem Rundgang durch die entkernten Gebäudeteile aus. Die neue Aula solle dann sowohl von der Schule als auch als neues Bürgerbegegnungszentrum für Lesungen, Theateraufführungen und auch Rats- und Ausschusssitzungen genutzt werden. Dieser Bereich werde mit einem neuen öffentlichen Zugang über das neugestaltete Foyer erreichbar sein.

Optisch werde der gesamte Erweiterungs- und Neubaukomplex im Holzrahmenstil gehalten sein, frei stehend und deutlich flacher als sein Vorgängerbau. Insgesamt soll der Wiederaufbau unter energetisch und wirtschaftlichen Gesichtspunkten erfolgen, das heißt, dass auf modernste Dämmung, Einbau sparsamer LED-Beleuchtung und eines wirtschaftliches Lüftungssystems geachtet wird. Zudem soll der Ausbau im gesamten Erdgeschoss barrierefrei erfolgen, zum Beispiel mit geeigneten Rampen zur Überbrückung von Niveau-Unterschieden.

 

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