Bürgermeister Mario Hecker stellt im Lübbecker Land Kalletaler Projekte vor
Dorfabend mit lippischem Pickert

Kalletal (WB). Im Veranstaltungsraum in der Alten Schule in Hedem war kein Platz mehr frei, als der Kalletaler Bürgermeister Mario Hecker von den Projekten der Gemeinde Kalletal berichtete. Hecker war gerne ins Lübbecker Land gekommen, wo er einst auch als Bauingenieur tätig war.

Freitag, 01.02.2019, 07:00 Uhr
Der Kalletaler Bürgermeister Mario Hecker stellt im Lübbecker Land erfolgreiche Projekte aus seiner Gemeinde Kalletal vor.

Insgesamt konnten 55 Gäste im Dorfgemeinschaftshaus begrüßt werden, inklusive Bürgermeister Marco Steiner. Zunächst ging es ans Pickert Buffet, welches der Landfrauen-Service vorbereitete.

Dabei wurde festgestellt, dass der klassische Lippische Pickert sehr unterschiedlich ausfallen kann. Melanie Hecker berichtete, dass hart gesottene Kalletaler ihren Pickert mit Leberwurst verspeisen würden. Darüber konnten die »Nordostwestfalen« nur missbilligend die Nase rümpfen. Die Hedemer genossen ihren Pickert wie immer mit Apfelmus, Butter und Zucker und natürlich Kaffee.

Kalletaler Dorfprojekte

Im zweiten Teil des Abends hob Mario Hecker in seinem Vortrag das verbindende Element zwischen Kalletal und Preußisch Oldendorf hervor, nämlich die Eigenständigkeit der Dörfer. Nach der Gebietsreform 1969 waren die 13 Ortschaften, die damals zur Gemeinde Kalletal zusammengewürfelt wurden, nur noch durch einzelne Nummern gekennzeichnet. »Aber die Dörfer sind heute immer noch eigenständig und wollen auf die Eigenständigkeit hinweisen«, erklärte er. Einer der Ratschläge, die er geben konnte, war, damit zufrieden zu sein, was man tatsächlich hat. »Wir haben kein Schloss Neuschwanstein und keinen Pariser Eiffelturm. Aber was wir haben, ist Wald, und davon genug«, sagte er. So ist eines der vielen Projekte, die er r an diesem Abend vorstellte, das Walderlebniszentrum Kalletal-Heidelbeck. Neben einem GPS-Erlebnispark für Kinder mit 4,5 Kilometer Wanderweg und Fragen rund um den Wald soll das Erlebniszentrum auch ein futuristisches Gebäude beinhalten, welches das »Wald-Auge« genannt wird. So soll der Wald zu einem außerschulischen Lernort für Kinder und Jugendliche werden.

Fördermittel bewilligt

Es gibt außerdem eine Kalletal Dorfschutzkarte, auf der jeder Ort mit seinen Besonderheiten zu finden ist. Auch wurden neue Mobilitätsangebote vorgestellt, wie den »Kleinen Kalle«, einem Bus, der auf Nachfrage auch seltener genutzte Bushaltestellen anfährt. Daneben gibt es einen Bürgerbusverein und ein zusätzliches Angebot mit zwei Elektroautos. Das Projekt mit den Elektroautos entstand im Rahmen der sozialen Dorfentwicklung von Lüdenhausen. Die Gemeinde bewarb sich um eine Förderung beim Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft und war erfolgreich. Das Bundesministerium unterstützte die Dorfentwicklung mit insgesamt 75.000 Euro. Aus dieser Fördersumme wurden nicht nur die Elektromobile erworben. Das Gesamtkonzept beinhaltete unter anderem eine Seniorenberatung, und eine Dorfapp. In Bavenhausen wünschten sich die Einwohner ein eigenes Backhaus samt Dorfplatz. In Kooperation mit Heimatverein und Eben-Ezer wurde das Projekt realisiert und bekam einen Preis vom »Netzwerk Nachbarschaft« als Ort der guten Nachbarschaft.

 

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