Auftakt des IKEK-Projektes in Barntrup So wird das Dorfleben attraktiver

Kalletal (WB). Die Lebensqualität in den Dörfern und Ortsteilen soll gestärkt werden. Der lippische Norden soll damit fit für die Zukunft gemacht werden. Die Gemeinden Barntrup, Dörentrup, Extertal und Kalletal haben deshalb das Integrierte Kommunale Entwicklungskonzept (IKEK) gestartet.

Von Reiner Toppmöller
Helge Jung, ARGE-Dorfentwicklung, die Regionalmanager Borris Ortmeier und Diana Rieke sowie  die Bürgermeister Mario Hecker, Jürgen Schell, Monika Remmert und Friedrich Ehlert und Hartmut Lüdeling, Geschäftsführer der ARGE (von links).
Helge Jung, ARGE-Dorfentwicklung, die Regionalmanager Borris Ortmeier und Diana Rieke sowie  die Bürgermeister Mario Hecker, Jürgen Schell, Monika Remmert und Friedrich Ehlert und Hartmut Lüdeling, Geschäftsführer der ARGE (von links). Foto: Reiner Toppmöller

Die Auftaktveranstaltung fand jetzt in Barntrup statt. Das neue Förderprogramm für die ländlichen Gemeinden wird von Bund und Land bezuschusst. Die Beteiligung der Gemeinden beträgt dabei mindestens zehn Prozent. Das IKEK setzt auch aufs Ehrenamt.

Das Programm ist in Hessen bereits erfolgreich erprobt worden. Ziel ist laut Hartmut Lüdeling, Geschäftsführer des Detmolder Büros ARGE-Dorfentwicklung, die »Gleichwertigkeit der Lebenssysteme im ländlichen Bereich«. Anders als die Stadt lebe der ländliche Raum vom bürgerschaftlichen Engagement. »Das muss aber Spaß machen. Nach einer Bestandsaufnahme gibt es bereits erste Projektideen«, stellte Helge Jung von der ARGE heraus.

Kalletaler Unternehmer präsentieren sich

Nach einer Einführung zum Thema und der Begrüßung durch den Barntruper Bürgermeister Jürgen Schell hatten vor allem die Kalletaler Gelegenheit, sich zu präsentieren. Unter dem Titel »Gründung und erfolgreiche Unternehmen im ländlichen Raum« stellten Torben Calenberg (Betriko) und Jan Willer (Schuhhaus Willer) ihre erfolgreichen Unternehmen vor. Leader-Regionalmanager Borris Ortmeier moderierte diesen Part.

Für Torben Calenberg, der mit seinem Unternehmen digitale Lösungen für die Landwirtschaft anbietet, habe sich die Frage nach einem anderen Standort nie gestellt. »Die Probleme mit den Internet haben wir einigermaßen gelöst, Personalfragen stellen sich nicht, weil wir aus einen guten Fundus schöpfen können. Was aber ganz wichtig ist: Wenn wir aus dem Fenster sehen, schauen wir ins Grüne und haben keine Staus auf dem Weg zur Arbeit und die Trecker, für die wir arbeiten, fahren immer mal wieder vor der Tür her«, sagte der erfolgreiche Jungunternehmer.

Bavenhauser Projekt ist preisgekrönt

Jan Willer steht in achter Generation im Familienunternehmen in Verantwortung. Sein Schuhgeschäft baue auf den stationären Handel: »Bei uns wird das Einkaufen zum Ausflug für die ganze Familie.« 

Die Kunden kämen auch von weit her ins schöne Kalletal. Die Firma habe ausreichend Parkplätze und einen sehr guten Service. Mit attraktiven Kundenbindungsmaßnahmen wie dem Wandertag und vor allem mit aktueller und preiswerter Ware halte sich das Geschäft erfolgreich am Markt. Aber auch im Internet sei Willer aktiv und verkaufe dort über digitale Marktplätze.

Der Vorsitzende des Bavenhauser Heimatvereins, Mario Hecker, stellte gemeinsam mit seiner Frau Melanie das Projekt »Ort der guten Nachbarschaft« vor. Die Bemühungen seien im vergangenen Jahr mit dem Janosch-Preis »Heimat von Tiger und Bär« ausgezeichnet worden.

Delegierten werden benannt

Jetzt müssen die Dörfer nach einem vorgegebenen Schlüssel noch ihre Delegierten benennen, die dann ihre Vorstellungen in Arbeitsgruppe erarbeiten. Der erste Termin ist am 20. Juni, der Abschluss ist am 26. September. Danach können die Räte über die Projekte entscheiden.

Die Bevölkerung ist zum Mitmachen aufgefordert. Fragebögen zum IKEK gibt es im Internet.

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