Bäckerei-Seniorchefin Inge Mühlenbernd geht in den Ruhestand Zeit für Familie und Reisen

Kalletal (WB). Von 5 Uhr in der Frühe bis zum Ladenschluss ist Organisation, Verkauf und Kundenkontakt in ihren Bäckerei-Filialen mehr als 38 Jahre ihr tägliches Brot gewesen: Nun geht Inge Mühlenbernd, Seniorchefin der Bäckerei Mühlenbernd, in den wohlverdienten Ruhestand.

Von Joachim Burek
Bäckermeister Christoph Mühlenbernd überreicht seiner Mutter Inge als Dankeschön einen großen Blumenstrauß
Bäckermeister Christoph Mühlenbernd überreicht seiner Mutter Inge als Dankeschön einen großen Blumenstrauß Foto: Joachim Burek

»Es war in den vergangenen Jahren seit der Betriebsgründung viel Arbeit, die mir stets Spaß gemacht hat, insbesondere der Kontakt mit den Kunden. Nun aber ist die Zeit gekommen, auch ein wenig genießen zu dürfen«, freut sich die 65-Jährige auf ihren neunen Lebensabschnitt, der am vergangenen Montag begonnen hat.

Rückblick auf die Anfänge

Rückblick: 1974 hatte die gelernte Einzelhandelskauffrau für Büro- und Nähmaschinen den Bäckermeister Gerhard Mühlenbernd geheiratet. Bereits 1979 wagte das Paar den Schritt in die Selbstständigkeit, als es in Vlotho-Valdorf den Bäckereifachbetrieb Delius übernahm. Zehn Jahre später erfolgte der Umzug nach Hohenhausen, wo die Mühlenbernds an der Lemgoer Straße Bäckerei und Backstube eröffneten. 1994 kam dann die heutige Filiale in Vlotho-Valdorf an der Herforder Straße dazu.

Neben der Arbeit in der Bäckerei managte Inge Mühlenbernd Haushalt und Familie mit der Erziehung der vier Kinder Kathrin, Roland, Christoph und Linda. »In allen diesen Jahren hatte meine Mutter bei der Betriebsführung mit den mittlerweile 25 Angestellten die Fäden mit in der Hand«, berichtet Bäckermeister Christoph Mühlenbernd. Er ist 2005 in den Betrieb seiner Eltern mit eingestiegen und hat das Geschäft seit dem Ruhestand seines Vaters im Jahr 2016 übernommen. »Damit ist uns der Generationswechsel im Betrieb gut gelungen. Christoph hat viele kreative Ideen und wird von seiner Schwester Kathrin, ebenfalls gelernte Bäckerin und zuständig unter anderem für die Tortenherstellung, hervorragend unterstützt«, ist die Mutter stolz.

Zeit für Kinder und Enkel

Im nun angebrochenen Ruhestand will sie gemeinsam mit ihrem Mann Gerhard künftig viel Zeit der Familie – den vier Kindern und den mittlerweile sieben Enkeln – widmen. »Die Enkelkinder sollen die Zeit bekommen, an der es manchmal ein wenig den Kindern während der Aufbau- und Berufsjahre gefehlt hat«, hat sich Inge Mühlenbernd vorgenommen. Für die Schwiegertochter in spe, die aus Polen stammt, hat sie sich ein ganz besonderes Willkommensgeschenk ausgedacht. »Ich habe mit einem Polnisch-Sprachkursus begonnen, für den ich nun natürlich noch mehr Zeit haben werde«, berichtet sie.

Reisepläne schmieden

Neben den verschiedenen Engagements in Hohenhauser Vereinen wie dem Theater-, Wikal- und Freibadverein werden die Mühlenbernds künftig endlich Zeit fürs Verreisen haben. Inge Mühlenbernd: »Das war ja in den vergangenen Jahren wegen des Betriebs kaum möglich.« In den nächsten Tagen soll es bereits mit einer Reise nach Venedig losgehen. »Dann werden wir dort unseren Sohn Roland besuchen.«

Nach der Rückkehr stehen daheim noch einige Sanierungsarbeiten an und danach sei Zeit zum Reisepläne schmieden. »Touren nach Skandinavien und nach Thailand haben wir uns schon fest vorgenommen«, freut sie sich auf die kommende freie Zeit.

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