»Lippischen Hof« in Kalletal wird Business- und Kommunikationszentrum Neues Leben in alter Gaststätte

Kalletal (WB). Nach sieben Jahren Leerstand soll ab Spätsommer wieder Leben in den »Lippischen Hof« in Hohenhausen einziehen. Das neue Nutzungskonzept sieht die Umgestaltung in ein Business- und Kommunikationszentrum vor.

Von Jürgen Gebhard
Im Jahr 2011 musste der »Lippische Hof« seine Pforten schließen.
Im Jahr 2011 musste der »Lippische Hof« seine Pforten schließen. Foto: Jürgen Gebhard

Der äußere Charakter bleibt

Markéta und Matthias Teutrine aus Detmold (»Teutrine Medien und Consulting«) haben das Objekt an der Rintelner Straße von der Volksbank erworben. Für einen größeren sechsstelligen Betrag wollen sie dort Büros sowie Tagungs- und Konferenzräume schaffen. Der äußere Charakter des ortsildprägenden Gebäudes solle bewahrt bleiben. Im Inneren möchte man typische Elemente behalten, die an die bekannte Nutzung als Gasthaus erinnern. Die gesamte Nutzfläche des in den vergangenen Jahrzehnten mehrfach umgebauten und erweiterten Gebäudes beträgt mehr als 1000 Quadratmeter, einschließlich eines Bäckereigeschäftes und einer Kegelbahn im Keller.

Büros und Tagungsräume

Zum »Lippischen Hof« gehören auch zehn Hotelzimmer, die in einzelne Büroräume umgestaltet werden sollen. Weitere Arbeitsplätze sollen in einem Großraumbüro geschaffen werden. Für Tagungen und Konferenzen möchten die neuen Eigentümer den großen Saal im Obergeschoss (mit Platz für etwa 80 bis 100 Personen) und den als »Roten Salon« bekannten Raum im Erdgeschoss (für etwa 20 Personen) anbieten.

Unter dem Namen »Standort? Kalletal!« will das Ehepaar Teutrine den verschiedenen Unternehmern, Beratern, Existenzgründern und anderen Kreativen aus unterschiedlichen Branchen einen zentralen Ort zum Arbeiten, zum gemeinsamen Austausch, zur Schaffung von Netzwerken und auch eine Alternative zum Homeoffice bieten.

Veränderung und Innovation

Der »Wandel vom Dorfkrug-Leerstand zu einem Business- und Kommunikationszentrum« stehe exemplarisch für Veränderung und Innovation: »Hier sollen bestehende Angebote mit neuen Ideen und Impulsen verknüpft werden«, betonen Markéta und Matthias Teutrine. Die Arbeitsplätze könnten sehr flexibel und am individuellen Bedarf orientiert gemietet werden – zum Beispiel an bestimmten Tagen oder auch nur für einzelne Stunden.

Bürgermeister Mario Hecker steht hinter dem Konzept der Investoren. Ihm gefalle auch der Name. »Standort? Kalletal!« könne auch einen Beitrag dazu leisten, kreative Menschen in der verkehrstechnisch gut angeschlossenen Region zu halten.

Ländlicher Raum gestärkt

Die Investoren stellen die gute Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister und mit Sascha Dölling, dem Geschäftsstellenleiter der für den Verkauf zuständigen Volksbank, heraus: »Wir sehen gerade in den kurzen Wegen und den persönlichen Gesprächen die große Stärke des so oft unterschätzten ländlichen Raumes.« Kalletal sei ein »wunderbarer Standort«: »Wir wollen gerne dazu beitragen, dass dies noch besser sichtbar wird.« Weitere Infos: www.standort-kalletal.de

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