155 Taten gestanden Sexueller Missbrauch: Vater zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt

Detmold/Bad Salzuflen (dpa). Für den sexuellen Missbrauch seiner Tochter hat das Landgericht Detmold am Montag einen Familienvater zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt.

Das Landgericht Detmold hat den Familienvater verurteilt.
Das Landgericht Detmold hat den Familienvater verurteilt. Foto: dpa

Der Mann aus Bad Salzuflen hat sich nach Überzeugung der Richter von Dezember 2016 bis September 2019 an seiner Ende 2016 zwölf Jahre alten leiblichen Tochter vergangen. Die Staatsanwaltschaft hatte ihm in der Anklage sexuellen Missbrauch von Schutzbefohlenen und schweren sexuellen Missbrauch von Kindern vorgeworfen. Dabei soll der 39-Jährige dem Mädchen eingeredet haben, sie würden eine Art Beziehung führen, so dass intime Kontakte völlig normal seien.

Insgesamt 155 Taten gestand der 39-Jährige vor der Jugendschutzkammer und ersparte so seiner Tochter eine detaillierte Aussage. Das Gericht konnte im Wesentlichen auf weitere Zeugen verzichten und hörte lediglich die Ehefrau des Angeklagten und eine Polizistin, die seinerzeit das Kind vernommen hatte. Der Angeklagte saß seit dem 6. Dezember 2019 in Untersuchungshaft.

Kommentare

Viel zu mildes Urteil

Wie kann das sein ? Warum, aus meiner Sicht, ein viel zu mildes Urteil. Da wird anscheinend mal wieder dem Täter zu Gute gehalten, dass er dem Mädchen die Aussage erspart hat. Was hat er diesem Mädchen erspart ?
Man stelle sich die jahrelange Angst, hilf- und machlosigkeit dieses Kindes vor ! Von dem Schaden an Körper und Seele ganz zu schweigen. Ihr Leben lang wird dieses Mädchen mit diesem, an ihr begangenen Verbrechen, kämpfen müssen, während der Täter bald wieder auf freiem Fuß ist. Es macht mich wütend, dass immer noch Kapitalverbrechen härter bestraft werden, als dieser "Mord" einer Kinderseele.

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