Prozess ist unterbrochen – Angeklagter (51) kann häufig nicht folgen
Führerscheinkönig nicht verhandlungsfähig?

Detmold (WB/dpa). Der Prozess um den sogenannten Führerscheinkönig von Detmold ist derzeit unterbrochen. Am 14. April soll ein Sachverständiger erläutern, ob Rolf Herbrechtsmeier an einer Erkrankung des Gehirns leide, wie eine Gerichtssprecherin des Landgerichts Detmold der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Donnerstag, 02.04.2020, 11:04 Uhr aktualisiert: 02.04.2020, 11:08 Uhr
Der Angeklagte hat nach eigenen Angaben in 16 Jahren 52.000 Menschen in der EU zu einem neuen Führerschein verholfen, nachdem sie ihren in Deutschland abgeben mussten. Foto: Schwabe

Der Angeklagte habe in den mündlichen Verhandlungen mehrmals nicht folgen können und Fragen nicht beantwortet. Ein Experte soll sich jetzt nach Ostern zur Verhandlungsfähigkeit des 51-Jährigen äußern.

Die Anklage wirft Herbrechtsmeier und seiner Frau in dem Prozess, der seit Anfang Dezember 2019 läuft, hundertfachen Betrug und Steuerhinterziehung vor. Der 51-Jährige soll vielfach Gelder seiner Kunden für neue Führerscheine aus dem EU-Ausland eingesammelt, aber nicht geliefert haben.

Bis zum Mai hatte das Gericht insgesamt 40 Termine festgelegt. Der Zeitplan des Prozesses war aber bereits im Februar aus dem Takt geraten. Ein Verteidiger musste von seiner Aufgabe entpflichtet werden, weil er vor Jahren einen Geschädigten von Herbrechtsmeier vertreten haben soll.

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