Prozess in Detmold: 7200 Euro Strafe für Verstöße gegen das Lebensmittelgesetz Maden, Schimmel: Geldstrafe für Wirt

Detmold (WB/ca). Maden in der Suppe: Das Amtsgericht Detmold hat am Freitag den Wirt des »Toro Blanco« in Detmold zu 7200 Euro Geldstrafe verurteilt. Außerdem muss er zwei Bußgeldbescheide über insgesamt 3200 Euro bezahlen.

Rechtsanwalt Volker Schulte mit dem Angeklagten Lokman H.
Rechtsanwalt Volker Schulte mit dem Angeklagten Lokman H. Foto: Christian Althoff

Im Prozess hatten Lebensmittelkontrolleure beschrieben, dass sie seit November 2017 immer wieder massive Hygieneverstöße festgestellt hätten . So seien bei Kontrollen verdorbene Muscheln, verdorbenes Lamm und verdorbenes Schweinefleisch entdeckt worden. Auf Fischen, die zum Auftauen in der Küche gelegen hätten, hätten Schmeißfliegen gesessen, und in Kühlschubladen seien tote Maden gewesen.

Bei manchen Kontrollen habe es in der Küche »ekelig gestunken«. Auftauwasser von Schweinefleisch habe sich auf dem Flurfußboden verteilt, im Vorraum der Personaltoilette hätten ein Pizzaschieber und eine Schinkenschneidemaschine gestanden. Der syrische Betreiber (54) schien sich keiner großen Schuld bewusst zu sein. Man habe »immer geputzt«, ließ er über einen Dolmetscher mitteilen.

Madenbefall wegen Fliegengittern?

Den Madenbefall führte er darauf zurück, dass es keine Fliegengitter gebe. »Das alte Gebäude gehört der Krombacher Brauerei, aber sie hält es nicht in Ordnung.« Der Sohn (22) des Betreibers räumte Mängel ein und sagte, zum Teil sei man überfordert gewesen. »Wir hatten an Wochenenden bis zu 900 Gäste, aber nur drei Leute in der Küche.« Das Restaurant ist seit dem 6. Dezember geschlossen.

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