Filmer Robin Jähne gelingen spektakuläre Aufnahmen im Oman Schieferfalken überlistet

Detmold  (WB). Bei 50 Grad Hitze im Oman stand Naturfilmer Robin Jähne aus Detmold in den ersten Drehtagen »kurz vor dem Kollaps«. Er hielt durch, und so entstand in zwei Jahren ein Film über den Schieferfalken mit spektakulären Aufnahmen.

Von Dietmar Kemper
Der Hauptdarsteller der Naturdokumentation: Der Schieferfalke ist ein scheuer Vogel und vom Aussterben bedroht. Vor allem die arabischen Scheichs, die Falknerei betreiben und mit ihren Vögeln umherreisen, sehen die Entwicklung mit großer Sorge.
Der Hauptdarsteller der Naturdokumentation: Der Schieferfalke ist ein scheuer Vogel und vom Aussterben bedroht. Vor allem die arabischen Scheichs, die Falknerei betreiben und mit ihren Vögeln umherreisen, sehen die Entwicklung mit großer Sorge. Foto: Jähne

Im Rahmen eines Forschungsprojekts der Umweltschutzbehörde des Sultanats Oman erstellte Henning Schwarze aus Schlangen mit seinem omanischen Kollegen Khalid al Toubi den Film und spannte Jähne für das Projekt ein. Herausgekommen sei vermutlich die umfangreichste Dokumentation über den Schieferfalken und seinen Lebensraum, schwärmt Schwarze. Für die Menschen im Oman hat nicht nur diese Falkenart, die so grau ist wie Schiefer, eine hohe symbolische Bedeutung. Falknerei ist ein prägender Teil der Kultur der Scheichs. Der Bestand der Schieferfalken ist weltweit auf etwa 20.000 Tiere zurückgegangen; außer in der Wüste Arabiens schwingt er sich in Ostafrika und Pakistan in die Lüfte. »Im Sommer hat er sich darauf spezialisiert, durchziehende Singvögel zu fangen, im Winter fliegt er nach Madagaskar und ernährt sich dort von Wanderheuschrecken«, weiß Robin Jähne.

Mehr lesen Sie am Freitag, 5. Mai, im WESTFALEN-BLATT.

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