200 Jahre Bezirksregierung: 550 Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Kultur feiern gemeinsam Ein unbürokratischer Festakt

Detmold (WB). Nicht weniger als »innigst durchdrungen vom Gefühl aller Pflichten« war die Bezirksregierung, als sie 1816 – damals noch in Minden – ihren Dienst antrat. 200 Jahre später ist sie immer noch eine verlässliche Behörde der Landes, wenn auch ohne Pathos. Feierlich war der Festakt am Freitag zum runden Geburtstag dennoch.

Von Bernd Bexte
Bassbariton Frank Blees (Foto), die Solisten Megan Marie Hart und Julian Orlishausen führten mit Orchester und Chor Werke von Wagner, Lortzing, Puccini, Lehár und Johann Strauss auf.
Bassbariton Frank Blees (Foto), die Solisten Megan Marie Hart und Julian Orlishausen führten mit Orchester und Chor Werke von Wagner, Lortzing, Puccini, Lehár und Johann Strauss auf. Foto: Oliver Schwabe

Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl zitierte in ihrem Grußwort aus einem Brief, den die neu geschaffene »Regierung im Weserlande zu Minden« damals an die preußische Regierung in Berlin auf den Weg brachte. Darin äußerten die ostwestfälischen Beamten auch die Bitte um »gnädiges und hochgeneigtes Wohlwollen«.

Dem wollte NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) gerne nachkommen. Die Bezirksregierungen seien für das Land »unverzichtbar«, sagte er in seinem Grußwort. Das hätten sie bei der Unterbringung von 230.000 Flüchtlingen gezeigt, die 2015 in NRW geblieben seien. Jäger sprach der Bezirksregierung eine Bestandsgarantie aus. Debatten um deren Existenzberechtigung gehörten der Vergangenheit an. »Die Bezirksregierung ist Ohr, Auge und Mund der Landesregierung vor Ort«, formulierte er dem Anlass entsprechend feierlich.

550 Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Kultur, vor allem aber Mitarbeiter der Bezirksregierung waren bei schwüler Witterung zu einem »heißen Festakt« in das Landestheater in Detmold gekommen.

Zum Jubiläum der Bezirksregierung veröffentlicht das WESTFALEN-BLATT am 8. Juli eine Sonderbeilage.

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