Immer mehr Menschen in NRW bekommen Grundsicherung – auch junge Wenn die Rente nicht reicht

Detmold (WB/cri). Immer mehr Menschen in Nordrhein-Westfalen bekommen staatliche Unterstützung im Alter oder bei Erwerbsminderung. In Ostwestfalen-Lippe ist die Zahl der Empfänger von Grundsicherung allerdings im vergangenen Jahr etwas weniger gestiegen als im landesweiten Vergleich.

In OWL erhalten rund 22.000 Menschen Grundsicherung.
In OWL erhalten rund 22.000 Menschen Grundsicherung. Foto: dpa

Anspruch auf diese Form der Sozialhilfe haben Bedürftige ab 65 Jahren, deren Rente nicht ausreicht, sowie Menschen ab 18 Jahren, die wegen einer Krankheit oder Behinderung nicht arbeiten gehen können und keine oder nur eine geringe Erwerbsminderungsrente haben.
Ende 2014 empfingen landesweit 262.086 Menschen Grundsicherung, in Ostwestfalen-Lippe waren es 22.343. Im Vergleich zu 2013 bedeutet das für NRW ein Plus von fünf Prozent, in OWL gibt es 4,4 Prozent mehr Grundsicherungsempfänger. Das teilte das statistische Landesamt gestern mit.

Noch deutlicher wird die Entwicklung beim Vergleich der Zahlen von 2010 und 2014: In diesem Zeitraum ist die Zahl der Erwerbslosen NRW-weit um 28,3 Prozent gestiegen. In OWL gibt es seit 2010 sogar 30,8 Prozent mehr Grundsicherungsbezieher. Mehr als die Hälfte der Leistungsempfänger erhalten die Grundsicherung im Alter, weil ihre Rente nicht ausreicht: Ende 2014 waren in OWL 12.276 oder 54,9 Prozent der Betreffenden 65 Jahre und älter (NRW: 54 Prozent). 10.076 oder 45,1 Prozent (NRW: 46 Prozent) waren 18 bis 64 Jahre alt.

Am stärksten ist der Anstieg in OWL im vergangenen Jahr im Kreis Gütersloh ausgefallen. Dort gibt es 7,5 Prozent mehr Grundsicherungsempfänger (2013: 3195; 2014: 3436). Den geringsten Anstieg gab es mit 2,9 Prozent im Kreis Minden-Lübbecke (2013: 3480; 2014: 3580). Im Mittelfeld liegen die Stadt Bielefeld (plus 3,5 Prozent auf 4835), der Kreis Paderborn (plus 3,8 Prozent auf 3153), der Kreis Lippe (plus 4,3 Prozent auf 3611), der Kreis Höxter (plus 4,5 Prozent auf 1235) und der Kreis Herford (plus 5,1 Prozent auf 2493).

Das Durchschnittsalter der Empfänger von Grundsicherung in Nordrhein-Westfalen lag der Statistik zufolge Ende vergangenen Jahres bei 44,9 Jahren. 54,6 Prozent aller Leistungsbezieher (142.987) waren Frauen. Bei der Grundsicherung im Alter lag der Frauenanteil mit 63,4 Prozent (89.680) deutlich höher. Etwa jeder fünfte Empfänger (53.361) der staatlichen Hilfe lebte in einem Pflegeheim.

Der durchschnittliche Nettobedarf pro Person, der sich aus dem Grundbedarf abzüglich des anzurechnenden Einkommens errechnet, sank nach Angaben der Statistiker im vergangenen Jahr um 1,5 Prozent auf 454 Euro. 2013 lag er demnach bei 461 Euro.

Kommentare

Grundsichedrung

Wir werden uns noch alle wundern..........
Solange jetzt die Gelder weiterhin an die Wertegemeinschaft (EU,Asyl,usw....) gezahlt werden,
wird das Loch größer für die eigenen Landesbewohner.
Der Eine hat eingezahlt und steht im Regen, der Andere kommt und erhält sofort eine Unterstützung .welche teilweise den Landesbewohnern vorenthalten wird.

Ps.: Bin mal gespannt ob der Zensor wieder zuschlägt.

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