Blomberger Unternehmensgruppe reagiert auf Konjunkturdelle
Phoenix Contact auf Sparkurs

Blomberg/Paderborn (WB). Bei Phoenix Contact im lippischen Blomberg ist Sparen angesagt. Der weltweit führende Hersteller von Verbindungstechnik und Automatisierungskomponenten reagiert damit auf negative Signale insbesondere aus dem weltweiten Maschinenbau. Zwar habe das Unternehmen etwa noch fünf Prozent mehr Umsatz erwirtschaftet als im Vorjahresmonat; dieser Zuwachs liege aber unter den Erwartungen, sagte Unternehmenssprecherin Angela Josephs. Im ersten Quartal sei Phoenix Contact noch zweistellig gewachsen.

Montag, 02.09.2019, 06:35 Uhr aktualisiert: 02.09.2019, 06:38 Uhr
Phoenix-Contact-Chef Frank Stührenberg. Foto: Oliver Schwabe

Da die internationalen Handelskonflikte und der bevorstehende Brexit nichts Gutes verhießen, werde Phoenix Contact vorsorglich bauliche Investitionen verschieben. Zudem seien die Mitarbeiter aufgefordert worden, ihre Gleitzeitkonten zu reduzieren. Die Verträge für etwa 200 Leiharbeiter würden nicht verlängert und eigene Beschäftigte gebeten, flexibel in Abteilungen zu wechseln, die noch Bedarf hätten. Sollte sich die Konjunktur noch verschlechtern, schließt man in Blomberg auch Kurzarbeit nicht aus. Großbritannien rangiert auf Platz 10 der Auslandsmärkte.

Seit zehn Jahren meldet Phoenix Contact von Jahr zu Jahr steigende Umsätze. 2017 und 2018 konnte die Unternehmensgruppe zusammen 400 Millionen auf 2,38 Milliarden Euro zulegen. Gleichzeitig wurden nach Angaben des Vorsitzenden der Geschäftsführung, Frank Stührenberg, 900 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen.

5000 Mitarbeiter am Stammsitz

Zu den Investitionen, die jetzt zurückgestellt oder zeitlich gestreckt werden, sollen neben Neubauten bzw. Erweiterungen in Ungarn, Belgien und China auch das sogenannte »Gebäude 38« für Verwaltung und Entwicklung sowie eine Erweiterung der Logistik am Stammsitz in Blomberg gehören. Insgesamt hatte Phoenix Contact in diesem Jahr Investitionen von mehr als 200 Millionen Euro geplant – nach 207 Millionen im vergangenen Jahr.

Von den 17.400 Beschäftigten der Unternehmensgruppe Phoenix Contact arbeiten nach früheren Angaben etwa 5000 am Stammsitz in Blomberg, weitere 1600 in Bad Pyrmont und etwa 200 in Paderborn.

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