Gemeindeforstamt Willebadessen probiert Kadaverpflanzung aus – Totholz bleibt großflächig in der Egge stehen
Stümpfe geben Jungtannen Starthilfe

Willebadessen -

Der Wald nahe des Willebadessener Fernsehturms sieht schlimm aus: Großflächig wurden tote Bäume gefällt. Viele mannshohe Stümpfe aber blieben stehen. Aus Absicht. Dahinter verbirgt sich nämlich eine spezielle Form der Neuanpflanzung. Von Daniel Lüns
Freitag, 16.04.2021, 21:30 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 16.04.2021, 21:30 Uhr
Nikolas Osburg (links) und Jürgen Engemann (rechts) vom Gemeindeforstamt Willebadessen pflanzen mit Willebadessens Bürgermeister Norbert Hofnagel an einem Baumstumpf eine junge Küstentanne ein. Foto: Daniel Lüns
Das erklären nun die Fachleute des Gemeindeforstamtes Willebadessen. „Kadaverpflanzung“ heißt demnach das Verfahren. Dabei wird ein junger Baum am Fuße eines alten, abgesägten Baumes gepflanzt. Das hat mehrere Vorteile, erklärt Nikolas Osburg, Leiter des Gemeindeforstamtes. „Die Pflanze hat sofort gute Startmöglichkeiten“, erklärt er. So könne der neue Baum Nährstoffe aus der verrottenden Wurzel des alten Baumes Nährstoffe ziehen. Zudem werde die junge Pflanze durch den Stamm des alten Baumes geschützt, zum Beispiel spende er Schatten. Kondenswasser, das sich am Stamm sammle, laufe herunter und komme der Jungpflanze zugute. Totholz hilft auch Insekten und Vögeln Der neu eingepflanzte Baum werde zwar nicht eingezäunt.
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