Gemeindereferentin Friederike Plümpe schaut auf 40 Dienstjahre zurück
„Mein Beruf ist meine Berufung“

Fölsen -

„Mein Beruf ist meine Berufung“, sagt Friederike Plümpe. Die Gemeindereferentin des Pastoralverbundes Willebadessen-Peckelsheim schaut auf 40 Dienstjahre zurück. Als 22-Jährige kam sie im Jahr 1981 in das Kirchspiel Fölsen und blieb. Das war gar nicht so geplant, aber in der Rückschau ist Friederike Plümpe sehr zufrieden damit, wie sich alles entwickelt hat.

Mittwoch, 03.03.2021, 23:22 Uhr aktualisiert: 03.03.2021, 23:30 Uhr
An ihrem Arbeitsplatz im Pfarrbüro im Pfarrhaus in Fölsen ist die Gemeindereferentin Friederike Plümpe derzeit nicht so oft, denn auch bei ihr ist am Laptop zu Hause Homeoffice angesagt. Foto: Astrid E. Hoffmann

„Man geht doch nur seiner Arbeit nach, da mache ich kein großes Aufhebens drum“, sagt sie bescheiden. Ihr liegt am Herzen, wie sie den Glauben mit den Menschen teilen, wie sie den Glauben vermitteln und mit den Menschen erleben kann. In ihren 40 Dienstjahren begleitete sie viele Menschen praktisch von der Taufe bis zur Geburt ihrer Kinder.

Sie hält inne, wenn sie über den Friedhof geht und sich an Gemeindemitglieder erinnert, die dort ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. In den vergangenen Jahren gehört die Beerdigung auch zu ihrem Aufgabengebiet. Die Tätigkeitsbereiche unterlagen in den 40 Jahren genauso einem Wandel, wie der Schritt von der Schreibmaschine zum heute benutzten Laptop.

Menschen über Jahrzehnte begleitet

Gebürtig kommt Friederike Plümpe aus Ense-Lüttringen im Kreis Soest. Sie wuchs auf dem Land und in einem sehr religiösen Elternhaus auf. Dort wurde sie früh geprägt und suchte schon in der Schulzeit Antworten auf ihre religiösen Fragen. Erst schwebte ihr eine Arbeit im Kindergarten vor, dann dachte sie über ein Lehramtsstudium nach.

Dazu genügte ihre Fachhochschulreife damals nicht. Sie wurde auf die Katholische Fachhochschule Nordrhein-Westfalen in Paderborn aufmerksam und bewarb sich. „Damals kamen auf die vorhandenen 15 Plätze 300 Bewerber“, erinnert sie sich. Man vertröstete sie auf eine erneute Bewerbung im darauffolgenden Jahr, schließlich sei sie erst 17 Jahre alt. Sie war erst enttäuscht, konnte dann aber im Spätaussiedlerinternat in Sichtigvor an der Möhne, einem Ortsteil von Warstein, ein freiwilliges soziales Jahr absolvieren.

1981 ins Berufsleben gestartet

„Das Jahr war toll zum Ausprobieren, wie ich mit Menschen umgehen kann, wie mir das alles wirklich liegt“, berichtet Plümpe, dass ihr diese Form des Wartens auf das Studium sehr viel gebracht hat. Nach ihrem Studium der Religionspädagogik steigt sie 1981 mit dem Anerkennungsjahr in der Pfarrei St. Ursula in Schloß-Holte Stukenbrock ins Berufsleben ein.

Im Kirchspiel Fölsen mit den Filialen Helmern und Niesen wurde jemand für die Seelsorge gesucht. Sie bekam die Stelle als Gemeindereferentin. „Ich habe mich sehr gefreut, eine Stelle auf dem Land bekommen zu haben“, sagt die 62-jährige. Sie zog nach Fölsen und hatte dort mit dem damaligen Pfarradministrator Professor Dr. Reinhard Kösters, auch geistlicher Leiter „Der Hegge“, einen Vorgesetzten, der ihr viele theologische Impulse gab.

28 Jahre arbeitet sie mit Prof. Kösters (1931-2018) zusammen, weitere vier Pfarrer kamen und gingen. Die Gemeindereferentin blieb, obwohl sich Spezialisierungen und damit andere Arbeitsfelder anboten. „Ich merkte, dass das nichts für mich war“, sagt sie.

13 Gemeinden

Friederike Plümpe liebt die Kontinuität. Aber sie ist auch stets darauf bedacht, sich weiterzuentwickeln, um mit ihrer Arbeit immer auf der Höhe der Zeit zu sein. Weiterbildungen in Gemeindeberatung, Gestaltpädagogik und Coachen mit Gestalt und System hat sie gern absolviert.

„Die Fortbildungen helfen, den Blick zu weiten, es findet ein Austausch über die Arbeit in anderen Verbänden statt und man kommt Problemlösungen näher“, weiß die Gemeindereferentin, die auch am Zusammenschluss der 13 katholischen Gemeinden zum Pastoralverbund Willebadessen-Peckelsheim im Jahr 2003 mitgearbeitet hat. In naher Zukunft steht der Zusammenschluss der Verbünde Willebadessen-Peckelsheim und Borgentreich an.

Pastoralverbund wird aufgebaut

„Das wird langsam aufgebaut, der neue Pastor Bernd Götze wird Pastoralverbundsleiter“, erklärt Plümpe, dass hier wieder etwas Neues auf haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter und die Gemeindemitglieder zukommt. „Hier haben immer alle gut mitgezogen. Als es personell eng wurde, sind Pater Josef und ich immer unterstützt worden“, lobt die Fölsenerin.

„Es ist ein stetes Geben und Nehmen“, sagt sie und geht wieder die Stufen hinauf in ihr Büro im Pfarrhaus Fölsen. Es steht noch eine Videokonferenz mit den Kommunionkindern an.

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