TuS Peckelsheim möchte Nutzungsvereinbarung für Hüssenberghalle
Sportler wollen Halle beleben

Willebadessen (WB). Der Sportverein TuS Rot-Weiß Peckelsheim möchte mit der Stadt eine Nutzungsvereinbarung für die Hallen beschließen, die der Verein im Stadtgebiet belegt. Zudem bittet der Verein um ein Nutzungskonzept für die Sporthalle der ehemaligen Hüssenbergschule.

Dienstag, 08.09.2020, 05:56 Uhr aktualisiert: 08.09.2020, 06:01 Uhr
Anja Wasmuth, Vorsitzende des Sportvereins TuS Rot-Weiß Peckelsheim, zeigt die Sporthalle der ehemaligen Hüssenbergschule. Laut Wasmuth hat die Halle viel Potenzial. Der Holzfußboden etwa sei sehr gut und werde von den Sportlern geschätzt. Foto: Daniel Lüns

Thema für den Stadtrat

Einen entsprechenden Antrag hat Anja Wasmuth, Vorsitzende des Vereins, an den Stadtrat gestellt. Das Thema steht bei der nächsten Sitzung des Gremiums auf der Tagesordnung. Die Sitzung beginnt am Donnerstag, 10. September, 17.30 Uhr, im Sitzungssaal der Zehntscheune in Peckelsheim.

Hintergrund des Antrags ist vor allem die Hüssenbergsporthalle. Die Förderschule wurde 2013 geschlossen. Damit endete der Schulbetrieb auch in der dazugehörigen Halle. Die Lokalpolitik entschied, die Halle für den Vereinssport zu erhalten – als freiwillige Leistung der Stadt. Als solche sind die finanziellen Möglichkeiten der Kommune begrenzt. In der Halle spielen vor allem die Tischtennisspieler des TuS.

Verein hofft auf Vorteile

Durch die Nutzungsvereinbarung erhofft sich der Verein Vorteile für sich, die Halle und die Stadt. In der Vereinbarung soll die Nutzung der Halle durch den Verein festgeschrieben werden. Es geht nicht darum, die Halle zu übernehmen. Das hatte der Verein in der Vergangenheit schon einmal abgelehnt. Mithilfe so eines Dokumentes könne der Verein aber Fördermittel für die Halle beantragen, etwa beim Landessportbund, erklärt Anja Wasmuth. „Mit der Vereinbarung könnten wir auch klären, welche Rechte und Pflichten wir haben“, ergänzt sie. Mithilfe eines Nutzungskonzeptes könne die Halle auch stärker ausgelastet werden.

Die Halle an sich habe diverse Vorteile. So könne der Verein sie kostenlos nutzen, zudem seien Beleuchtung und Holzfußboden sehr gut. Die Halle habe aber auch Mängel. Im Gebäude gebe es Wasserschäden, die Sportgeräte seien nicht mehr TÜV-geprüft. „Was nicht so gut funktioniert, ist die Heizung“, sagt Wasmuth. Die Halle werde maximal 16 Grad warm. Der Verein habe bei der Stadt angefragt, im Winter mehr zu heizen und die Mehrkosten dafür zu tragen. Das sei abgelehnt worden. Zudem gebe es zum Duschen nur einen kleinen Warmwassertank.

Vier Hallen im Stadtgebiet

Anita Poschmann, Leiterin des Immobilienmanagements der Stadt, verweist auf die Gesamtsituation. Denn Willebadessen habe vier Sporthallen: Die Großturnhalle Peckelsheim (Grundweg), die Turnhalle an der Eggeschule (Schützenweg), die Großturnhalle Willebadessen (Auf den Ängern) und eben die Hüssenbergsporthalle (Warburger Straße).

Sie werden alle für den Schulbetrieb genutzt, sagt Poschmann. Bis auf die Hüssenberghalle. „Als Schulträger müssen wir auch für den Sportunterricht sorgen“, erklärt sie. Das sei eine hoheitliche Aufgabe. Das bedeutet: Die Hallen müssen instand gehalten, gereinigt und geheizt werden, die Geräte müssen in Schuss gehalten werden. All das koste Geld. „Das können wir an der Hüssenberghalle nicht leisten, weil wir die Halle nicht nutzen. Da findet nichts Städtisches statt.“

Spezielle Beleuchtung

Gleichwohl kümmere sich die Stadt um die Hüssenberghalle. Vor wenigen Jahren etwa seien die Bäder erneuert worden, die Beleuchtung sei eine spezielle für den Tischtennissport. Ein Mitarbeiter schaue in der Halle regelmäßig nach dem Rechten. Dem Wunsch nach einer heißeren Heizung könne man aber nicht nachkommen. Die Stadt richte sich nach einer Empfehlung des Städte- und Gemeindebundes, wie warm die Hallen sein sollten. „Und wir sind ja Klimakommune“, sagt Poschmann.

Könnten die Tischtennissportler des TuS denn eine andere Willebadessener Halle nutzen? Schwierig, findet Poschmann: „Das scheitert schon an der Beleuchtung.“ Zudem seien die anderen Hallen bereits gut ausgelastet.

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