Willebadessener Bürgermeisterkandidaten stehen Rede und Antwort
Die Zukunft des Tourismus

Willebadessen (WB). Willebadessen hat touristisch viel zu bieten. Wie wollen Sie das nutzen, um künftig mehr Gäste in die Eggestadt zu locken? Das hat das WESTFALEN-BLATT in der letzten Fragerunde vor der Kommunalwahl die beiden Willebadessener Bürgermeisterkandidaten gefragt. Hier die Antworten:

Donnerstag, 03.09.2020, 03:00 Uhr
Willebadessen und seine Stadtteile – hier beispielsweise Peckelsheim – haben touristisch viel zu bieten. Wir haben die Bürgermeisterkandidaten gefragt, wie man dieses Potenzial in Zukunft besser nutzen könnte. Foto: DSK

 

Norbert Hofnagel (CDU):

Es ist richtig, Willebadessen ist landschaftlich wunderschön und bietet Touristen vielfältige und lohnenswerte Ausflugsmöglichkeiten. Freunde aus Studienzeiten, die in anderen Regionen Deutschlands leben, kommen regelmäßig zu Besuch und schwärmen von unserer schönen Heimat. Sie bietet eine Mischung aus offener hügeliger Landschaft in Verbindung mit Wald- und Wasserflächen. Man findet hier viel Ruhe, eine dünne Besiedlung, ausgedehnte Wege zum Wandern, Walking, Spazieren gehen, Rad fahren oder zum Reiten.

Für mich müssen wir es schaffen, aus der Corona-Pandemie die positive Stimmung für einen Urlaub in Deutschland dauerhaft aufzunehmen. Dies wurde kürzlich sehr schön in einem Beitrag der WDR-Lokalzeit über das Willebadessener Hotel Jägerhof deutlich.

Die kommunale Verwaltung muss verstärkt Investoren im Bereich Tourismus unterstützen und fördern. Hier brauchen wir Menschen, die Flexibilität, Kreativität und den Willen, unternehmerisch tätig zu werden, mitbringen. Zusätzliche Angebote wie eine Wohnmobilanlage oder Campingplatz sind Ideen, die Akteure und Unternehmer suchen, die hier ihre Chance sehen, wirtschaftlich tätig zu werden.

Beim Angebot für Tagestouristen wie zum Beispiel beim Wandern, Laufen und Rad fahren möchte ich den weiteren Ausbau fördern. Der Rat hat bereits grünes Licht für ein Tourismuskonzept gegeben, dies möchte ich aufstellen und umsetzen.

Darüber hinaus möchte ich die Menschen in unserer Stadt einladen, selbst die Stärken unserer Landschaft und der Natur wahrnehmen, um sie dann weiterzutragen. Jeder Einzelne ist der Markenbotschafter unserer beziehungsweise seiner Region, und gemeinsam können wir Willebadessen als Tourismusziel voran bringen.

Mario Schmidt (SPD):

Leider ist die Idee, unsere Stadt zu dem „Luftkurort Willebadessen“ mit zahlreichen Pensionsbetrieben und Gaststätten auszubauen, in Vergessenheit geraten. Trotzdem steht Willebadessen bei den Übernachtungszahlen im kreisweiten Vergleich weit vorn.

Seit ein paar Wochen gibt es den Internetauftritt „tourismus-willebadessen.de“, der potenzielle Gäste informieren und anlocken soll. Diese Webseite rückt Sehenswürdigkeiten im Stadtgebiet und Ausflugsziele im Umkreis von 50 Kilometern ins rechte Licht. Das wirft natürlich Fragen auf: Warum gibt es diese Internetpräsenz erst seit Juni 2020? Warum gab es seitens der Stadtverwaltung keine Bestrebungen, Tourismus zu fördern und Willebadessen bekannter zu machen? Warum wurden vorhandene Ausschüsse abgeschafft? Warum ist das Hallenbad in Peckelsheim im Sommer geöffnet und im Winter geschlossen? Warum gibt es kaum attraktive und familienfreundliche touristische Angebote, welche die Stadt bereitstellt (Parkplätze, Beschilderung für Wanderer und Radfahrer, Pausenbänke, Spielplätze, Trimm-Dich-Pfad und vieles mehr)?

Allein die Tatsache, dass hier viel Gegend ist, reicht nicht aus, um Touristen zu uns zu holen. Vielmehr ist es notwendig, die Vorzüge der Stadt Willebadessen als Urlaubsort hervorzuheben und überregional zu bewerben. Damit kann man Übernachtungszahlen um ein Vielfaches steigern und alle Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe profitieren davon. Synergieeffekte würden sich auf die gesamte Wirtschaft, Geschäftswelt und den Arbeitsmarkt auswirken. Ich werde mich als Bürgermeister dafür einsetzen, Willebadessen als Urlaubsort zu etablieren.

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