Willebadessen: Truppe baut Unterstand und Blumenkübel
Rentner verschönern den Ort

Willebadessen (WB/bp). Die „Rentnergang“ von Willebadessen ist wieder im Eggestädtchen unterwegs gewesen. Diesmal errichteten die Senioren im Wald zwischen dem Hotel „Jägerhof“ und dem Tretbecken einen Unterstand mit Sitzgelegenheit. Zudem bauten sie für die Dorfmitte einen Blumenkübel.

Montag, 06.07.2020, 23:40 Uhr aktualisiert: 07.07.2020, 05:02 Uhr
Josef Diekmann (hinten, von links), Herbert Ernst, Michael Hoppe, Lutz Engelhard mit (vorne, von links) Veit Baranek, Werner Niewels, Ditmar Wecker, Josef Herbold, Werner Böhmer, Es fehlen: Edmund Thiem, Nico Überdick und Matthias Bannenberg. Foto: Bettina Peters

Ursprünglich kam die Gruppe im Alter von 63 bis 78 Jahre vor mehr als sechs Jahren zusammen, um im Winter den vorweihnachtlichen Schmuck an die Laternen der Bahnhofsstraße und der Langen Straße zu hängen. Nach und nach kamen allerhand Projekte dazu. Kreuze restaurieren, Brückengeländer reparieren oder Nistkästen für diverse Vogelarten in der alten Verbindungsstraße Richtung Neuenheerse bauen und aufhängen – inzwischen nutzen die Rentner ihr handwerkliches Geschick, um Willebadessen zu verschönern.

Stadt stiftet das Holz

„Diesmal kam unser Bürgermeister Hans Hermann Bluhm auf uns zu“, erklären die Initiatoren Herbert Ernst und Josef Diekmann aus Willebadessen. An der Stelle, an der die Willebadessener den Unterstand errichteten, stand ehemals ein Holzpilz zum Unterstellen. An dem hatte der Zahn der Zeit genagt. Ihn galt es zu erneuern. „Das Holz, das wir verwendet haben, hat uns die Stadt gestiftet“, fährt Diekmann fort. „Außerdem hatten wir noch Restbestände von der Erneuerung des Geländers an der Rickebrücke, welches uns ebenfalls die Stadt zur Verfügung gestellt hatte.“

Die Werkzeuge und ihre Arbeitskraft steuern die Rentner bei. Diesmal unterstützten Matthias Bannenberg und Zimmermannmeister Nico Überdick beim Entwerfen und Zusammenbauen des Unterstandes. „Wir haben Nico mit ins Boot genommen, damit er für uns die Statik übernehmen konnte“, berichtet Ernst.

600 Stunden jährlich

Außerdem baute die „Rentnergang“ einen Blumenkübeln für die Stadtmitte, nachdem sie die vereinigte Volksbank e.G. als Sponsor gewonnen hatte. Das Vorbild ­hierfür fanden sie im Urlaub in den Bergen. „Die Mitarbeiterinnen der Volksbank, Silke Hüpping und ­Regina Köchling, haben sich bereit erklärt, jeden morgen die Blumen zu gießen“, erklärt Herbert Ernst.

Mehr als 600 Stunden jährlich investieren die Rentner ehrenamtlich in ihre Projekte. „Selbstverständlich kommt aber auch der Spaß nicht zu kurz. Das gemeinschaftliche Miteinander ist ebenso wichtig für uns wie das Projekt an sich“, erklärt Werner Böhmer. Michael Hoppe ergänzt: „Aber es ist ein großartiges Gefühl, gemeinsam etwas für die Allgemeinheit zu schaffen. Wenn andere sich an unserer Arbeit erfreuen, macht uns das glücklich.“

Die Rentnergang hat auch weiterhin die Augen auf und sucht nach spannenden Projekten und Sponsoren. Bei Ideen, Anregungen oder bei der Bereitschaft, die Arbeit der Rentnergang zu unterstützen, steht Herbert Ernst unter der Telefonnummer 05646/293 zur Verfügung.

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