Willebadessen strukturiert um: 55-Jähriger wird langfristig Fachbereichsleiter
Blaschek leitet das Bauverwaltungsamt

Willebadessen (WB). Das Bauverwaltungsamt der Stadt Willebadessen hat einen neuen Leiter: Markus Blaschek übernahm die Funktion am 1. Juli. Seine Vorgängerin Helene Heiermeier wurde in den wohl verdienten Ruhestand verabschiedet. Langfristig soll Blaschek aber einen anderen Posten bekommen: Der 55-jährige Beverunger soll Fachbereichsleiter für das Segment Bauen werden.

Freitag, 03.07.2020, 07:06 Uhr aktualisiert: 03.07.2020, 07:10 Uhr
Markus Blaschek (Bildmitte) ist der neue Leiter der Willebadessener Bauverwaltung. Der Bürgermeister der Eggestadt, Hans Hermann Bluhm, und seine allgemeine Stellvertreterin, Anita Poschmann, stellen den Kollegen vor. Foto: Daniel Lüns

Dafür sollen bei der Willebadessener Stadtverwaltung die bisher eigenständigen Abteilungen Technisches Bauamt und Bauverwaltungsamt zusammengefasst werden. Dem hat der Rat bereits zugestimmt, erklärte Bürgermeister Hans Hermann Bluhm. Dem Technischen Bauamt steht Ulrich Reiffer vor, der, wie Helene Heiermeier, bald in den Ruhestand gehen wird.

Fachmann für Bauingenieurswesen

Erste Gespräche zur Zusammenlegung der Bereiche habe es vor ungefähr einem dreiviertel Jahr gegeben. Nun solle sie schrittweise geschehen. Bis zur Kommunalwahl soll die Neustrukturierung bereits in Teilen umgesetzt werden, erklärt der Bürgermeister. Sie sei in Anbetracht heutiger Verfahren und Arbeitsweisen nötig geworden. „Wir haben bisher immer auf Ereignisse und Erfordernisse reagiert. Nun wollen wir proaktiv tätig werden“, sagte Bluhm.

Markus Blaschek ist Diplom-Ingenieur und Fachmann für Bauingenieurswesen, Wasserwirtschaft und Umwelttechnik. Seine Verwaltungsausbildung absolvierte er im Verwaltungs- und Umweltrecht beim Land Nordrhein-Westfalen. Dort war er zuletzt in der Bezirksregierung Detmold tätig. Im Jahr 2007 wechselte der Beverunger im Zuge der vom Land angestoßenen Verwaltungsmodernisierung zur Kreisverwaltung nach Höxter.

„Deutschland am Scheideweg“

Dort war er im Bereich anlagenbezogener Immissionsschutz tätig. Die Genehmigung von großtechnischen Anlagen und der Sektor der erneuerbaren Energien waren seine Steckenpferde. Unter anderem war er an der Genehmigung und Überwachung des Bilster Berg Drive Resorts in Bad Driburg beteiligt. Auch an diversen Windkraftprojekten in den Städten des Kreises wirkte er mit. Ebenso betreute er Firmen im Bereich der nachhaltigen Energiewirtschaft, wie Biogas- und Holzfeuerungsanlagen.

Zum Wechsel zur Stadt Willebadessen gereizt habe ihn „die Möglichkeit, neue Strukturen zu gestalten, so wie ich es schon 2007 getan habe“, erklärte Blaschek. Unter anderem im Bereich der erneuerbaren Energien und dessen Ausbau wolle er sich künftig stark machen. „Das ist der Weg der Zukunft. Deutschland steht nun an einem Scheideweg“, sagte der 55-Jährige.

Setzen auf erneuerbare Energien

Wie berichtet setzt die Eggestadt seit Jahren auf erneuerbare Energien und hat diverse Projekte im Bereich Biogas und Fotovoltaik umgesetzt. Fotozellen wurden auf mehreren öffentlichen Gebäuden installiert. Für die Eggeschule konnte jüngst sogar eine besonders positive Energiebilanz präsentiert werden: Im Jahr 2019 hatten die Fotovoltaikanlagen auf den Dächern der Schule mehr Energie produziert als gebraucht wurde. Mehr als 35.000 Kilowattstunden speiste die Schule im vergangenen Jahr ins Netz ein.

„Die Stadt Willebadessen wird nun eine grundsätzliche Planung aufgreifen und in einem transparenten Prozess zu Ende bringen“, sagte Markus Blaschek. Denn Ideen, wo man im Stadtgebiet noch energetisch aktiv werden könnte, gibt es noch viele, sagte Hans Hermann Bluhm. Zum Beispiel werde das Schulzentrum über eine zentralen Wärmeversorgung beheizt. Dieses Modell könne man auch auf andere öffentliche Gebäude übertragen.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7477904?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198395%2F2851059%2F
Gewitter in Teilen von NRW
Gewitter in Düsseldorf. Foto: Marcel Kusch/dpa
Nachrichten-Ticker