Eggeschule wird „Plusenergiegebäude“ – Weitere Projekte im Blick Willebadessen setzt auf Solarstrom

Willebadessen (WB). Seit Jahren setzt sich Ansgar Grawe, Energiebeauftragter der Stadt Willebadessen, für regenerative Energieversorgung und Stromersparnisse in der Stadt ein. Nun freute er sich mit Bürgermeister Hans Hermann Bluhm und seiner Allgemeinen Vertreterin Anita Poschmann, bei strahlendem Sonnenschein die sehr gute Energiebilanz der Eggeschule in Peckelsheim präsentieren zu können.

Von Bettina Peters
Sie wollen in Willebadessen weiter in Solaranlagen auf öffentlichen Dächern investieren (von links): Ansgar Grawe, Energiebeauftragter der Stadt Willebadessen, Bürgermeister Hans Hermann Bluhm und seine Allgemeine Vertreterin Anita Poschmann.
Sie wollen in Willebadessen weiter in Solaranlagen auf öffentlichen Dächern investieren (von links): Ansgar Grawe, Energiebeauftragter der Stadt Willebadessen, Bürgermeister Hans Hermann Bluhm und seine Allgemeine Vertreterin Anita Poschmann. Foto: Bettina Peters

„Bei der Eggeschule handelt es sich um ein sogenanntes ‚Plusenergiegebäude‘“, erklärt Grawe. Im Jahr 2019 produzierten die Photovoltaikanlagen auf den Dächern der Schule mehr erneuerbare Energie, als gebraucht wurde. Die Wärmeversorgung wird über eine Biogasanlage sichergestellt. Mehr als 35.000 Kilowattstunden konnte die Eggeschule im vergangenen Jahr ins Netz einspeisen.

Erstes öffentliches Plusenergiegebäude

Im Stadtgebiet ist die Eggeschule das erste öffentliche Plusenergiegebäude. Bereits vor mehr als zehn Jahren in­stallierte die „Bürgereigene Land eG“ eine Photovoltaikanlage auf den Schuldächern. Nach der Einrichtung der Mensa und des damit gesteigerten Energiebedarfes zog die Stadt 2017 nach und baute eine weitere Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 30 Kilowattpeak (kWp).

„Das Essen, das die Schüler in der Mensa bekommen, wird mit Sonnenenergie gegart. So ist es umso wichtiger, dass die Teller leergegessen werden und am nächsten Tag die Sonne scheint“, scherzt Anita Poschmann. Eine weitere Anlage wurde Ende 2019 ergänzt.

93 Prozent weniger fossile Brennstoffe

Von 2001 bis heute konnte die Stadt bei sieben großen Gebäuden im Stadtgebiet den Bezug an fossilen Brennstoffen um 93 Prozent senken. „Es bietet sich einfach an. Wir haben die Dachflächen zur Verfügung, aber die Rahmenbedingung und die Finanzierung müssen natürlich stimmen“, erklärt Grawe.

„Unser Ziel ist es weiterhin, den Ausbau von alternativen Energien voranzutreiben. Mit wenig kann man schon viel erreichen. Durch das richtige Einstellen der Heizungsanlage im Rathaus konnte ich zum Beispiel die Heizkosten um 40 Prozent senken.“

Weitere Projekte stehen an

Bürgermeister Hans Hermann Bluhm ergänzt: „Trotz momentan günstiger Ölpreise kommen wir mit den herkömmlichen Energieträgern langfristig nicht weiter. Die Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden sind eine Investition in die Zukunft. Zum einen produzieren wir sauberen Strom, zum anderen werden wir unabhängiger von fossilen Brennstoffen oder Atomkraft.“

Als Nächstes möchte die Stadt zum Beispiel den Kindergarten in Peckelsheim und das Rathaus energietechnisch aufrüsten. Das Hallenbad soll auch mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet werden, in Willebadessen hat man die Sporthalle im Blick.

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