Kuchen des Weidenröschens in Willegassen in Corona-Zeiten begehrt
Café bietet Abholservice an

Willebadessen-Willegassen (WB/dal). Das einzige Café in Willegassen, das „Weidenröschen“, lässt sich durch Corona nicht unterkriegen. Die Betreiber Gertrud und Jürgen Leppert haben kurzerhand einen Abholservice ins Leben gerufen. Seit dem 1. Mai können die leckeren Kuchen wieder geordert werden.

Freitag, 08.05.2020, 09:01 Uhr aktualisiert: 08.05.2020, 09:20 Uhr
Die Kuchen reicht Gertrud Leppert zurzeit durchs Fenster zu den Kunden durch – normalerweise verpackt in einer Schachtel. Das Geld legen die Kunden in eine bereitgestellte Keksdose. Leppert ist währenddessen durch eine Plexiglasscheibe geschützt. Foto: Daniel Lüns

„Das Angebot wird sehr gut angenommen“, freut sich Gertrud Leppert, die die Kuchen selbst backt. Überwiegend am Wochenende wollten die Kunden Kuchen haben, auch innerhalb der Woche seien Abholungen möglich. Für das bevorstehende Wochenende, vor allem wegen des Muttertags, liegen bereits Anmeldungen vor.

Interessierte sollten ihren Wunsch mindestens einen Tag vorab anmelden. Stachelbeer-Baiser-Torte, Apfel-Mohn-Kuchen, Rhabarberkuchen, Streuselkuchen: Unter anderem diese Sorten seien gefragt. Die Kunden, die auch in Corona-Zeiten nicht auf die Nascherei verzichten wollten, kämen aus Willegassen – hauptsächlich aber von weiter weg.

Kuchen in kleinen Formen

Eine weitere Besonderheit ist die nachgefragte Größe der Kuchen. Denn bei Lepperts gibt es eine 28er-Form, aber auch eine 26er- und eine 16er-Größe sind in Gebrauch. „In den letzten Tagen wollten alle kleine Kuchen haben“, erklärt Gertrud Leppert.

Bei der Bestellung eines Kuchens wird ein Abholtermin vereinbart. Die Kunden kommen dann auf das Gelände des Gartencafés. Durch ein Fenster reichen die Lepperts dann den Kuchen nach draußen. Die süße Ware wird dafür in einer Schachtel verpackt. Das Geld legen die Kunden in eine bereitgestellte Keksdose. Die Cafébetreiber sind währenddessen durch eine Plexiglasscheibe geschützt, die vor das Fenster gebaut wurde.

Bald darf wieder geöffnet werden

Dass Gastronomie-Betriebe bald wieder öffnen dürfen, sieht Leppert „mit gemischten Gefühlen“, wie sie sagt. „Wir warten dann erst einmal ab, wie sich die Neuinfektionsrate entwickelt.“ Auf der einen Seite freue sie sich sehr auf ihre Gäste, vor allem die Stammgäste. Diese müssten dann unter besonderen Bedingungen speisen, etwa nur an Zwei-Personen-Tischen. Auf der anderen Seite wollten sich die Besitzer auch nicht selbst anstecken.

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