Corona-Krise ist für Haus in Niesen „ein Desaster“ – Hoffen auf zweites Halbjahr
Große Sorgen auf der Hegge

Willebadessen (WB). Auch das Christliche Bildungswerk „Die Hegge“ bei Niesen ist von den Einschränkungen aufgrund der Covid-19-Pandemie betroffen. Seit dem 16. März finden keine Seminare und Tagungen mehr statt. Und das bringt das Haus in große Schwierigkeiten.

Freitag, 03.04.2020, 13:00 Uhr aktualisiert: 03.04.2020, 13:10 Uhr
Am Christlichen Bildungshaus „Die Hegge“ bei Niesen sind alle Kurse und Gottesdienste für die Öffentlichkeit abgesagt worden.

„Für viele Veranstaltungen hatten wir hohe Anmeldezahlen. Einige Teilnehmende haben sich wegen der Corona-Krise abgemeldet. So sehr wir diese Maßnahmen zur Verzögerung der Pandemie auch unterstützen, so ist die Schließung für uns als kleines Haus in privater Trägerschaft finanziell ein Desaster“, so die Oberin der Hegge-Frauen und Leiterin der Bildungsarbeit, Dorothee Mann.

Keine öffentlich zugänglichen Gottesdienste auf der Hegge

An den Kar- und Ostertagen wird es keine öffentlich zugänglichen Gottesdienste auf der Hegge geben.

Der Konvent der Hegge-Frauen wird aber alle aktuellen Anliegen der Freunde, der Stadt, des Landes und der Welt besonders ins Gebet nehmen.

„Wir freuen uns, dass wir in unserer kleinen Gemeinschaft täglich zusammen beten dürfen und denken an all jene, die an der Isolation und an Einsamkeit leiden“, sagt Dorothee Mann.

Die Kraft des Gebetes und die christliche Hoffnung helfen den Hegge-Frauen und dem Hegge-Team trotz der belastenden Situation, den Mut nicht zu verlieren.

Planungen für das zweite Halbjahr gehen weiter

Die Planungen für das zweite Halbjahr gehen weiter, „und sobald die Bildungsarbeit wieder erlaubt ist, soll sie auch stattfinden“, berichtet die Einrichtung in einer Pressemeldung.

Hegge-Frauen bitten um Spenden

Da die Kosten für das Bildungshaus und auch für die Angestellten, von denen sich viele seit dem 1. April in Kurzarbeit befinden, jedoch zu einem großen Teil weiterlaufen, bitten die Hegge-Frauen um Spenden.

Da sie wissen, dass wir gerade in Krisenzeiten nicht nur an uns selbst denken sollten, weisen sie zugleich auf den Hilferuf des Deutschen Vereins vom Heiligen Land hin, mit dem die Hegge bereits etliche Reisen unternommen hat.

Der Ausfall der Palmsonntagskollekte verschärft die durch die Corona-Krise ausgelöste angespannte Situation der Christen im Heiligen Land zunehmend, die Mitarbeiter in Israel-Palästina sind arbeitslos.

„In jeder Krise liegen auch Chancen. Wir haben aktuell Anlass, darüber nachzudenken, was uns wirklich wichtig ist. Mancher derzeit erzwungene Verzicht könnte auch eine dauerhafte freiwillige Verhaltensänderung bewirken, die den Menschen und der Umwelt zugutekommen würde. Die wunderschönen Frühlingstage, die Vielfalt an Vögeln, die sich in unserem Hegge-Park tummeln, das frische Grün, all das sind Zeichen, dass wir guten Grund zur Hoffnung haben“, heißt es in der Mitteilung des Hegge-Teams.

Wer das Christliche Bildungswerk in Niesen unterstützen möchte, der kann sich unter den Telefonnummern 05644/400 und 05644/700 sowie per E-Mail an bildungswerk@die-hegge.de informieren.

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