Seit einem Jahr bauen die Niesener im Ortskern eine alte Scheunenruine um
Dorfgemeinschaftshaus nimmt Gestalt an

Willebadessen (WB). Das kaputte Dach wurde vor einem Jahr – im März 2019 – abgerissen, im Juli begannen die Bauarbeiten. Seitdem ist an der alten Bruchsteinscheune in Willebadessen-Niesen viel passiert. Viele Ehrenamtliche tragen dazu bei, dass aus der ehemaligen Ruine eine Dorfgemeinschafts-Einrichtung wird.

Mittwoch, 04.03.2020, 09:47 Uhr aktualisiert: 05.03.2020, 08:42 Uhr
Von der Ruine zum Schmuckstück: Die Bruchsteinscheune im Ortskern von Niesen wird zu einer Dorfgemeinschafts-Einrichtung umgebaut. 78 Helfer packen dafür mit an. Dazu gehören unter anderem (von links) Albert Ecke, Frauke Ostermann, Günter Maxwitat und Ortsbürgermeister Markus Hagemann. Foto: Daniel Lüns

2530 Stunden ehrenamtliche Arbeit

Scheune in Willebadessen-Niesen wird umgebaut

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Foto: Daniel Lüns
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  • Zum Vergleich: So sah die Scheune noch im Dezember des Jahres 2018 aus.

    Foto: Daniel Lüns
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    Foto: Daniel Lüns
  • Zum Vergleich: So sah die Scheune noch im Dezember des Jahres 2018 aus.

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„Wir sind gut im Plan“, erklärt Ortsbürgermeister Markus Hagemann vor Ort. 78 Helfer hätten bislang 2530 Stunden ehrenamtliche Arbeit investiert. Aus dem östlichen Teil der Scheune, er ist der Kirche zugewandt, ist ein Dorfgemeinschaftsraum entstanden.

Im Herbst konnte dort Richtfest gefeiert werden, zurzeit geht es vor allem um den Innenausbau. Momentan werden die neu eingezogenen Innenwände verputzt. Das Gebäude soll in dieser Woche ans Wassernetz angeschlossen werden, zudem bekommt es eine Fußbodenheizung. Sogar an schnelles Internet haben die Helfer gedacht: Für einen Glasfaser-Anschluss wurde ein Lehrrohr verlegt.

Altes Flair ins neue Gebäude holen

Die meisten Arbeiten erledigen die Niesener selbst. Nur einzelne Bereiche haben sie ausgeschrieben. Dazu zählen unter anderem der Dachaufbau, das Einsetzen der Fenster und das Verlegen des Estrichs. Zudem versuchen die Helfer, möglichst viel Baumaterial aus der alten Scheune wiederzuverwenden.

Die Außenmauern zum Beispiel mussten wieder auf eine einheitliche Höhe gebracht werden, herausgebrochene Stellen wurden angeglichen. Dafür wurden alte Steine verwendet, die bei den Abbrucharbeiten gesichert wurden. Die Theke im Dorfgemeinschaftsraum soll aus alten Balken und Steinen gebaut werden. „Wir wollen ja auch das alte Flair der Scheune wieder ins Gebäude holen“, sagt Hagemann.

Land bezuschusst das Projekt

Daher entschieden sich die Niesener auch dagegen, auf dem Dach des Gebäudes eine Fotovoltaik-Anlage aufzubauen. „Optisch wäre das ein Fehltritt gewesen. Ein Gründach passt besser zu diesem parkähnlichen Ensemble“, erklärt der Ortsbürgermeister.

Zur Finanzierung der Arbeiten hatte das NRW-Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung den Bürgern Fördermittel in Höhe von 162.500 Euro zur Verfügung gestellt. Die Stadt Willebadessen steuert 90.000 Euro bei. Bis Ende 2020 sollte der Umbau abgeschlossen sein. Dieser Zeitrahmen war eine Voraussetzung für die Bewilligung der Fördermittel.

Ortsgemeinschaft packt mit an

Damit das gelingt, packen die Niesener gemeinsam mit an. „Wir würden das alles nicht machen, wenn ein Großteil nicht dahinter steht. Fast jeden Tag ist hier Bewegung“, freut sich Markus Hagemann. Die Einsätze werden spontan mithilfe einer WhatsApp-Gruppe geplant. Über eine weitere WhatsApp-Gruppe wird geregelt, wer die Helfer wann mit Essen und Getränken versorgt.

Im April wollen die Helfer auf die andere Seite der ehemaligen Scheune wechseln. Dort sollen etwa ein Abstellraum und ein Grillplatz entstehen. Schließlich wird die Fläche zwischen Gebäuden und Nethe bearbeitet. Dort soll eine Art Park entstehen. Angedacht sind dafür unter anderem Spielgeräte und Ruheliegen.

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