Konzert und Führung an Maria Lichtmess
Anekdoten aus dem Kloster

Willebadessen (WB/bp). Die Aktion „Finde dein Licht“, die von der „Arbeitsgemeinschaft Klosterlandschaft Westfalen-Lippe“ und der LWL organisiert wird, hat in diesem Jahr bereits zum dritten Mal in Folge stattgefunden.

Mittwoch, 05.02.2020, 11:03 Uhr aktualisiert: 05.02.2020, 11:10 Uhr
Cellistin Claudia Schwarze hat das Programm bereichert. Foto: Bettina Peters

Anlässlich des kirchlichen Festes Maria Lichtmess öffneten viele ehemalige Klöster in ganz NRW ihre Türen. So auch am Sonntag erstmalig in Willebadessen. Dort wurde ein Konzert und eine Führung durch das alte Gebäude geboten. Hausherr Konstantin von Wrede begrüßte die Gäste im ehemaligen Benediktinerinnen-Kloster.

Eine musikalische Weltreise

„Finde dein Licht! – Jeder ist auf der Suche nach etwas Erhellendem und Erleuchtendem. Deswegen finde ich es schön, dass wir der ursprünglichen Funktion eines Klosters nachgehen und uns auf die Suche begeben, was uns erfreuen könnte“, sagte der Freiherr.

Den halbstündigen Auftakt gestaltete die Cellistin Claudia Schwarze mit einem kleinen Konzert. „Ich lade Sie zu einer musikalischen Weltreise ein“, sagte sie. Die begnadete Musikerin begeisterte ihr Publikum mit Stücken aus verschiedenen Epochen. Die Solistin hat zeitweise in Warburg gelebt. Inzwischen wohnt sie allerdings in Erfurt. „Ich spiele gern in alten Kirchen oder Klöstern“, berichtete sie. „Durch die hohen Decken klingt meine Musik einfach gewaltig. Es ist schön, wenn ich den ganzen Raum mit Klang füllen kann.“

Führungen durch das Schloss

Im Anschluss führte Freiherr von Wrede die Besucher durch die alten Gänge des Gebäudes. Er erzählte von der Geschichte des Klosters in Willebadessen und berichtete über manche Anekdote, die ihm zugetragen worden ist. „An der Stelle, an der Frau Schwarze gespielt hat, stand nach dem zweiten Weltkrieg 1945 eine amerikanische Flagge“, erinnerte sich der Willebadessener an Geschichten, die ihm seine Eltern und Großeltern erzählt hatten.

Das Willebadessener Schloss wurde 1149 von Ludolph von Oesede als Benediktinerinnen-Kloster gestiftet. Nachdem 1806 Jérôme Bonaparte, Bruder von Napoleon, das Königreich Westfalen übernahm, fiel es vier Jahre später an den Kammerherren von Spiegel. 1839 von dem Eisenhüttenbesitzer Theodor Ulrich gekauft, erwarb 1871 die Familie von Wrede das ehemalige Kloster. Von 1977 bis 2017 kümmerte sich die Stiftung europäische Skulpturenpark um das Gebäude, ehe es an Konstantin von Wrede zurück übertragen wurde.

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