Staatsanwaltschaft liegt Strafanzeige gegen Pfarrer aus Willebadessen vor Vorwurf des Missbrauchs

Willebadessen (WB). Gegen den am 16. Januar vorläufig beurlaubten Pfarrer aus Willebadessen liegt ein Missbrauchsvorwurf vor. Das hat Oberstaatsanwalt Marco Wibbe am Dienstag auf Anfrage des WESTFALEN-BLATTES bestätigt.

Von Silvia Schonheim
Die Nachricht, dass gegen einen Geistlichen aus Willebadessen ein Missbrauchsvorwurf vorliegt, erschüttert die Gemeinden des Pastoralverbundes Willebadessen-Peckelsheim.
Die Nachricht, dass gegen einen Geistlichen aus Willebadessen ein Missbrauchsvorwurf vorliegt, erschüttert die Gemeinden des Pastoralverbundes Willebadessen-Peckelsheim. Foto: Jörg Henze

„Eine entsprechende Strafanzeige des Erzbistums Paderborn ist bei der Staatsanwaltschaft Paderborn eingegangen“, so der Pressesprecher.

Staatsanwaltschaft prüft Verjährungsfrist

„Da der Missbrauchsvorwurf eines möglichen Geschädigten länger zurückliegt, wird zunächst geprüft, ob die Tat verjährt ist“, erklärt Wibbe. Falls dies nicht der Fall sei, prüfe die Staatsanwaltschaft, „ob ein Anfangsverdacht vorliegt.“

Welche Verjährungsfrist gelte, hänge von der Schwere des Tatvorwurfs und dem Zeitpunkt der möglichen Tat ab.

Keine näheren Angaben zum möglichen Tatzeitraum

Den möglichen Tatzeitraum und den Ort der möglichen Straftat wollte der Oberstaatsanwalt auf Nachfrage dieser Zeitung nicht näher eingrenzen.

Der seit 16. Januar beurlaubte Geistliche (57) ist seit November 2014 Leiter des Pastoralverbundes Willebadessen-Peckelsheim. Zuvor war er seit 1996 Pfarrer in der St.-Marien-Gemeinde in Steinheim und Leiter des Pastoralverbundes Steinheim. Weitere Stationen waren in der St.-Petri-Gemeinde in Oelinghausen (Stadt Arnsberg, 1996 bis 2002) sowie in St. Christina Herzebrock (1992 bis 1996).

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„Da die Vorwürfe sich auf einen länger zurückliegenden Zeitraum beziehen, kommen sie nicht aus dem aktuellen Umfeld des Pfarrers.“

Benjamin Krysmann

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„Der Wechsel 2014 von Steinheim nach Willebadessen hatte mit den aktuellen Vorwürfen nichts zu tun“, erklärt Benjamin Krysmann, Pressesprecher des Erzbistums Paderborn. „Da die Vorwürfe sich auf einen länger zurückliegenden Zeitraum beziehen, kommen sie nicht aus dem aktuellen Umfeld des Pfarrers“, so Krysmann.

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