In der Region selten: Mit dem Anbaugrader arbeitet Daniel Bömeke Fahrbahnen auf Engarer bringt Wirtschaftswege in Form

Willebadessen (WB). Kraftvoll wühlen sich die massiven Zinken der Maschine in den Schotter und reißen die Oberfläche des Weges auf. »Dieses Gerät erleichtert die Arbeit ungemein«, sagt Daniel Blömeke aus Willebadessen-Engar. Ihm gehört der Anbaugrader, mit dem Wald- und Wirtschaftswege aufgearbeitet werden.

Von Ralf Benner
Wirkungsvolle Pflege: Mit einem Anbaugrader können Wald- und Wirtschaftswege relativ kostengünstig aufgearbeitet werden. Mit der Anschaffung einer solchen Maschine will sich Daniel Blömeke (32) aus Willebadessen-Engar nun selbstständig machen.
Wirkungsvolle Pflege: Mit einem Anbaugrader können Wald- und Wirtschaftswege relativ kostengünstig aufgearbeitet werden. Mit der Anschaffung einer solchen Maschine will sich Daniel Blömeke (32) aus Willebadessen-Engar nun selbstständig machen. Foto: Ralf Benner

Die wirkungsvolle Wegepflege mit einer solchen Maschine bietet der 32-Jährige seit etwa drei Monaten an. »Diese Maschine ist in der Warburger Börde und im Umkreis von 50 Kilometern einzigartig«, sagt der Jungunternehmer.

200.000 Euro investiert

Noch arbeitet der Industriemechaniker bei der Warburger Zuckerfabrik, doch die schließt bekanntlich nach der aktuellen Rübenkampagne ihre Tore. »Da haben meine Frau und ich gemeinsam überlegt, was wir machen können, um unsere Existenz zu sichern«, erzählt der Familienvater von zwei Kindern.

Der Engarer investierte 200.000 Euro in die Anschaffung eines Anbaugraders: Eine Investition in die Zukunft. Anfang 2020 will er sich selbstständig machen. Seit 2012 betreibt Blömeke bereits im Nebenerwerb ein Baggerunternehmen. Zwei Bagger sind bei ihm im Einsatz.

Mit dem Anbaugrader hat der 32-Jährige einen neuen Geschäftszweig für sich entdeckt. Seine Kunden sind Kommunen, Landwirte und Gutsbesitzer. Auf Gut Dinkelburg in Borgentreich zeigt Blömeke, wie die Maschine funktioniert. »Je häufiger ein viel befahrener Wirtschaftsweg gepflegt wird, desto länger hält er, bevor grundhafte Reparaturen oder Instandhaltungsmaßnahmen erforderlich sind«, erklärt er.

Fahrspuren beseitigen

Insbesondere die Wasserführung – Gräben, Durchlässe und das Wegeprofil von der Wegmitte bis zum Graben – müsse immer funktionstüchtig bleiben. »Sonst können schon kleine Gewitter den ganzen Wirtschaftsweg zerstören.«

Mit dem vielseitig einsetzbaren Anbaugrader werden Fahrspuren von schweren landwirtschaftlichen Maschinen und störender Bewuchs auf dem Weg beseitigt. Die Bankette werden abgeschoben, Schotter am Wegesrand wird auf die Fahrbahn gebracht und das Wegeprofil wieder hergestellt.

Aufgearbeitet wird ein Wirtschaftsweg in drei Arbeitsschritten. Zunächst wird mit schweren Zinken die Oberfläche des Weges aufgerissen. »Dafür darf der Boden nicht zu trocken sein, auch Frost ist nicht gut. Derzeit sind die Bedingungen aber optimal«, erklärt Blömeke.

Fünf Kilometer pro Tag

In einem weiteren Schritt wird das Wegeprofil mit einem extrem robusten Planierschild wieder in Form gebracht. Anschließend wird das Profil mit einer Dreifachrüttelplatte, einem sogenannten Plattenverdichter, festgestampft.

Die Arbeitsbreite der Maschine beträgt etwa drei Meter. »Mit dem Anbaugrader schaffe ich pro Tag etwa fünf Kilometer«, erläutert Blömeke die Leistungsfähigkeit des Gerätes.

Kontakt: Baggerbetrieb Blömeke, Im Dorf 16 in Engar, Telefon 0170/5872657, E-Mail an dbloemeke@gmx.de.

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