Willebadessen: künftige Wärmeversorgung ist Thema im Stadtrat – Politik spricht über Absichtserklärung
Hackschnitzelanlage für Schlossplatz angedacht

Willebadessen(WB/dal). Die Gebäude auf dem Schlossareal in Willebadessen und darüber hinaus könnten künftig mit einer zentralen Wärmeversorgung auf Holzhackschnitzelbasis geheizt werden. Das Thema steht auf der Tagesordnung der nächsten Sitzung des Rates. Sie beginnt am Donnerstag, 11. April, 17.30 Uhr, in der Zehntscheune in Peckelsheim.

Donnerstag, 04.04.2019, 09:00 Uhr aktualisiert: 04.04.2019, 18:04 Uhr
Sowohl die Ackerscheune (links), als auch das Haus des Gastes (rechts, im Hintergrund) kämen aus Sicht der Stadtverwaltung für einen Anschluss infrage. Foto: Daniel Lüns

Das Projekt ist eine Idee. Die hatte der Eigentümer des Schlosses Willebadessen, Konstantin Freiherr von Wrede. »Er hat sich bereits seit langem mit diesem Thema beschäftigt und strebt in Zusammenarbeit mit der Stadt Willebadessen den Aufbau einer zentralen Wärmeversorgung für alle Gebäude im genannten Bereich, vielleicht sogar darüber hinaus, an«, erklärt die Stadtverwaltung in der Sitzungsvorlage.

Vorab müssten potenzielle Nutzer erfasst werden. Für die Stadtverwaltung kämen die eigenen Gebäude – Haus des Gastes und Ackerscheune – infrage. Bisher wird die Ackerscheune über die Heizung im Haus des Gastes versorgt. Die Ackerscheune ist aber, wie berichtet, seit dem 1. April an Dr. Joachim Avenarius vermietet. Dort soll das neue »Wohlfühlhotel im Schlosspark« entstehen.

»Für die sichere Versorgung mit Wärme und Heißwasser bei den in einem Hotelbetrieb täglich starken Schwankungen des Bedarfs an Wärmeenergie ist die derzeitige Versorgung über die Anlage im Haus des Gastes nicht mehr ausreichend und auch technisch nur noch schwierig aufrecht zu erhalten«, heißt es in der Vorlage.

Zunächst neue Heizungsanlage auf Erdgasbasis

Daher werde in Kürze eine neue Heizungsanlage auf Erdgasbasis eingebaut. In dem noch zu bauenden Wärmenetz könnten dadurch auch Spitzenzeiten abgedeckt werden. Zudem werde die Holzhackschnitzelanlage wohl nicht bis zur Eröffnung des Hotels fertig sein. »Der spätere Anschluss von Ackerscheune und Haus des Gastes an diese Wärmeversorgung ist mit überschaubaren Umbaukosten verbunden. Beim Bau der neuen Gasanlage kann der spätere Anschluss an das Wärmenetz bereits berücksichtigt werden«, schreibt die Stadtverwaltung.

Der Ausbau dieses Wärmenetzes könne der Stadt auch dabei helfen, die im Klimaschutzkonzept festgelegten Ziele zu erreichen und für eine »langfristig sichere und damit zukunftsorientierte Versorgung der städtischen Gebäude mit Wärmeenergie« sorgen. Zudem seien die Denkmäler dadurch auch wirtschaftlich tragbarer.

Zunächst geht es nun um eine Absichtserklärung. Die Stadtverwaltung schlägt den Mitgliedern des Rates vor, dem Anschluss an diese noch zu bauende Wärmeversorgung grünes Licht zu geben.

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