Decke und Beleuchtungssystem im Peckelsheimer Hallenbad erneuert
Schwimmen mit Blick nach oben

Willebadessen (WB). Mehr als 40 Jahre lang hingen über dem Becken im Peckelsheimer Hallenbad die gleichen alten Holzlatten in Eichenoptik. Nicht nur aus Sicherheitsgründen hat sich die Stadt Willebadessen jetzt für eine neue Decke entschieden.

Donnerstag, 07.03.2019, 11:00 Uhr aktualisiert: 08.03.2019, 17:01 Uhr
Freuen sich über die neue Decke im Peckelsheimer Hallenbad (von links): Anita Poschmann (Vertreterin des Bürgermeisters), Architekt Christoph Bassani, Ansgar Grawe (Stadt WIllebadessen), Bürgermeister Hans Hermann Bluhm und Sven Krain. Foto: Timo Gemmeke

Knapp sechs Wochen lang war das Bad für die Arbeiten an der Decke geschlossen worden. »Jetzt kann man endlich wieder mit dem Blick nach oben schwimmen«, scherzte Willebadessens Bürgermeister Hans Hermann Bluhm bei der Vorstellung. Vorher sei das Bad »alt und dunkel« gewesen, berichtete Bluhm, der dort auch häufiger Gast sei.

Beleuchtungssystem orientiert sich am Tageslicht

Jetzt erscheint das Bad nicht nur neu, sondern auch hell. Ein modernes Beleuchtungssystem sorgt für angenehme Lichtverhältnisse – weder neongrelle Kliniklampen noch schummrige Minileuchten müssen die Schwimmer in Zukunft ertragen. »Das System orientiert sich am Tageslicht«, erklärt Ansgar Grawe, Leiter des Immobilienmanagements der Stadt Willebadessen. Das heißt: Scheint die Sonne, dimmt das Licht im Bad automatisch ab und andersherum. »Wir rechnen mit Einsparungen bei den Energiekosten bis zu 70 Prozent«, erläutert Grawe.

Die alte Decke aus dem Jahr 1974 wurde auch auf Statikprobleme hin überprüft. »Die Baupyhsik in einem Hallenbad ist sehr kompliziert«, erklärt Architekt Christoph Bassani von der Architektengruppe Raimund Busch aus Warburg. Die hohe Luftfeuchtigkeit könne der Gesamtkonstruktion über Jahre hinweg schaden, ohne dass es nach außen hin erkennbar werde. »Die Decke hier war allerdings in Ordnung«, so der Architekt. Also musste lediglich die Unterdecke mit den Holzpaneelen erneuert werden.

Deckensanierung kostete 87.000 Euro

Auf den knapp 400 Qua­dratmetern haben die Handwerker außerdem ein so genanntes Schallschutz-Vlies aufgebracht. »Wenn hier 80 Kinder auf einmal schwimmen, kann es schon mal lauter werden«, berichtet Sven Krain, Vorsitzender des Betreibervereins Freunde des Hallenbades und der DLRG-Ortsgruppe Peckelsheim.

Insgesamt hat die Deckensanierung knapp 87.000 Euro gekostet. Etwa 9000 Besucher waren 2018 im Bad.

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