Tag der offenen Tür bei der Lebensstation alter Bahnhof Eissen Neue Lebenskraft schöpfen

Willebadessen (WB/vsm). Der Verein »Lebensstation alter Bahnhof Eissen« veranstaltet am Samstag, 5. Mai, einen Tag der offenen Tür. Von 10 bis 18 Uhr können sich die Besucher im Kornhausweg 1 über den Verein informieren, das Haus besichtigen und die beiden Westfälischen Kaltblutstuten »Heidi« und »Elsa« kennenlernen.

Andrea Kadereit (rechts) von der Lebensstation alter Bahnhof Eissen und Mitarbeiterin Helga Berendes freuen sich mit den Stuten »Elsa« und »Heidi« auf zahlreiche Besucher beim Tag der offenen Tür am kommenden Samstag.
Andrea Kadereit (rechts) von der Lebensstation alter Bahnhof Eissen und Mitarbeiterin Helga Berendes freuen sich mit den Stuten »Elsa« und »Heidi« auf zahlreiche Besucher beim Tag der offenen Tür am kommenden Samstag. Foto: Verena Schäfers-Michels

Seit drei Jahren wohnt das Ehepaar Andrea und Joachim Kadereit im alten Bahnhof in Willebadessen-Eissen. In dieser Zeit haben sie das denkmalgeschützte Gebäude renoviert und auch drei liebevoll eingerichtete Räumlichkeiten für je drei Personen eingerichtet – für Paare und Familien, die bei ihnen einen Rat bei einer Tasse Kaffee suchen oder auch eine Zeit lang dort wohnen möchten. »Wir bieten Hilfe in freundlicher Gemeinschaft an für Menschen, die in der Krise stecken und eine neue Vertrauensbasis schaffen wollen«, beschreibt Andrea Kadereit ihr Bestreben. Sie wolle ermutigen und Orientierungshilfe geben durch Seelsorge und Beratung.

Verein lebt von Spenden und ehrenamtlichem Einsatz seiner Mitglieder

Vor gut einem Jahr gegründet, lebt der Verein von Spenden und ehrenamtlichem Einsatz seiner Mitglieder. Das Hauptziel ist, Menschen in schwierigen Lebenssituationen zu helfen. Zu den Hilfe-Angeboten zählen unter anderem die Ermutigung, Orientierung und begleitende Seelsorge in wertschätzender und liebevoller Atmosphäre. Mit Hilfe von beratenden Gesprächen sollen behutsam Lebensweichen gestellt werden, um neue Kraft und Hoffnung für den Alltag zu bekommen. Verschiedene Angebote und Aktionen sorgen für Abwechslung und Freude in christlicher Gemeinschaft. So werden beispielsweise Kochnachmittage, Bibelkunde-Abende oder gemeinsames Handwerken rund ums Haus angeboten.

Helga Berendes, die sich inzwischen als ehrenamtliche Helferin in der christlichen Einrichtung einbringt, sagt selbst, dass ihre eigene Ehe durch die Begleitung der Kadereits eine bessere Basis erhalten habe. Besonders das sensible Wesen der beiden Kaltblutpferde habe dazu beigetragen. »Für mich sind die Pferde Kommunikationsverbindung zwischen mir und meinem Mann. Dabei habe ich immer Angst vor diesen großen Tieren gehabt.«

Kaltblutpferde haben ein sensibles Wesen

Eine Tonne bringt jede der imposanten Kaltblutstuten für sich auf die Waage, zumindest mit Winterspeck. Sie haben für jeden ein offenes Ohr, der sein Herz ausschütten möchte. Als Therapiepferde sehen die Kadereits, die sich beide zu Therapeuten ausbilden ließen, nicht. »Heidi und Elsa sind einfach immer dabei«, so Andrea Kadereit. »Und sie spüren sofort, wer Hilfe braucht.«

Für den Bahnhofsgarten ist derzeit ein Gedankengang in Planung. Dabei handelt es sich um einen etwa 120 Meter langen Weg mit mehreren kleinen Ruheplätzen zum Nachdenken und Beten.

Betreutes Wohnen im alten Bahnhof

Außerdem gibt es im alten Bahnhof betreutes Wohnen, das individuell die Entwicklung der Persönlichkeit, der Sozialkompetenz und Eigenverantwortlichkeit fördern soll. Zudem werden auch individuell planbare Kindergeburtstage mit Pferden, Schatzsuche und viel Spaß angeboten.

Wer neugierig geworden ist, wird am Samstag im Kornhausweg 1 in Eissen willkommen geheißen. Auf dem weitläufigen Gelände gibt es einen Grillplatz mit Sitzbänken, die aus Birkenstämmen gebaut wurden, und lauschige Plätzchen in der freundlichen Atmosphäre der alten Bahnhofsidylle. Idealer Rahmen für Stockbrotbraten, Kinderschminken und zahlreiche andere Aktionen.

Weitere Informationen erhalten Interessierte bei Andrea und Joachim Kadereit unter Telefon 05644/9815498.

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