Benjamin Ortmann und Michael Rüsing führen die Willebadessener Floriansjünger Bürgermeister ernennt Feuerwehrleitung

Willebadessen (WB). Die Feuerwehr der Stadt Willebadessen hat eine neue Führung: Bürgermeister Hans Hermann Bluhm ernannte Benjamin Ortmann zum Leiter der Wehr. Sein Stellvertreter ist Michael Rüsing. Damit endet die Vakanz der Wehrführung, die Monate angedauert hatte.

Von Daniel Lüns
Bürgermeister Hans Hermann Bluhm (von links) hat Benjamin Ortmann zum Leiter der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Willebadessen ernannt. Sein Stellvertreter wurde Michael Rüsing. Ordnungsamtsleiter Stefan Gördemann gratulierte.
Bürgermeister Hans Hermann Bluhm (von links) hat Benjamin Ortmann zum Leiter der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Willebadessen ernannt. Sein Stellvertreter wurde Michael Rüsing. Ordnungsamtsleiter Stefan Gördemann gratulierte. Foto: Daniel Lüns

Leitungsteam wird von drei weiteren Floriansjüngern unterstützt

Das Duo steht nun an der Spitze der etwa 500 Feuerwehrleute der Eggestadt. Bei seinen Aufgaben wird das Leitungsteam von drei weiteren Floriansjüngern unterstützt. Thomas Schlitt aus Willebadessen, Christian Tewes aus Eissen und Bruno Horstmann aus Borlinghausen werden Verpflichtungen übernehmen, ohne offiziell in eine Stellvertreterposition berufen zu werden.

Während sich Schlitt und Tewes künftig um den Bereich Aus- und Weiterbildung kümmern, befasst sich Horstmann mit der Jugendfeuerwehr. Der Borlinghausener engagiert sich bereits als stellvertretender Kreisjugendfeuerwehrwart. »Ich bin ziemlich froh, dass sich alles so ergeben hat. Die Idee der Aufgabenteilung ist aus der Wehr selbst gekommen«, erklärte Hans Hermann Bluhm.

Neuer Zugführer für Peckelsheim

Anfang Juni vergangenen Jahres hatte das Stadtoberhaupt bekannt gegeben, dass die Leitung der Freiwilligen Feuerwehr aus beruflichen Gründen um die vorzeitige Entpflichtung von ihren Aufgaben gebeten hatte. Sowohl Wehrführer Benjamin Ortmann als auch seine Stellvertreter Heiner Hesselmann und Sven Vandiken schieden aus ihren Ämtern aus. Da es keine Nachfolger gab, blieb Ortmann kommissarisch im Amt.

Durch die Idee der Entlastung des Feuerwehrchefs fand sich schließlich um den bisherigen Leiter eine neue Führungsriege. Mit Benjamin Ortmann leitet ein Feuerwehrmann aus Niesen die Geschicke der Floriansjünger. Der Stadtbrandinspektor ist 38 Jahre alt und arbeitet als Roboter-Techniker bei der Firma Benteler in Warburg. Ortmann ist ledig und hat keine Kinder.

Sein Stellvertreter Michael Rüsing lebt in Peckelsheim. Der Brandoberinspektor ist 42 Jahre alt und arbeitet als Hausmeister bei der Fleischerei Bartoldus in Borgentreich. Rüsing ist verheiratet und hat eine Tochter. »Und die engagiert sich in der Jugendfeuerwehr«, erklärt der 42-Jährige stolz. Rüsing engagierte sich bisher als Zugführer des Löschzuges Peckelsheim. Binnen eines Monats soll feststehen, wer dieses Amt übernimmt.

Neue Software soll organisatorische Arbeit erleichtern

Mit der Ernennung ist Benjamin Ortmann bis zum 25. März 2024 Ehrenbeamter. Rüsing hat diesen Titel nur bis zum 25. März 2020 inne, da er noch einen Lehrgang am Institut der Feuerwehr in Münster besuchen muss und zunächst zum kommissarischen stellvertretenden Wehrführer ernannt wurde. Nach dem Abschluss dieses Lehrganges kann Rüsing offiziell zum stellvertretenden Wehrführer ernannt werden.

Das Aufteilen der Arbeit des Leitungsteams auf mehrere Köpfe begrüßte Ortmann. »Das ist eine große Entlastung für mich«, zollte er seinen Kameraden Respekt. »Zum Beispiel muss die Feuerwehr Willebadessen viele Lehrgänge, Übungen und Fortbildungen selber organisieren und ausrichten. Das ist viel Arbeit.«

Eine neue Software soll den Einsatzkräften auch die organisatorische Arbeit erleichtern. Akten, die bisher nur in Papierform existieren, sollen bald elektronisch verfügbar sein. Dadurch sollen die Helfer etwa schneller nachschlagen können, welche Kenntnisse ein Feuerwehrmann hat und welche Kurse er noch besuchen könnte. Auch wird der Zugang zu den Daten vereinfacht.

Trotz der positiven Entwicklung sprach Bürgermeister Hans Hermann Bluhm bei der Ernennung der Wehrführer auch kritische Aspekte an. So stellten viele Unternehmen ihre Mitarbeiter nicht mehr für den Dienst in der Feuerwehr frei. »Dabei sollten bei der Feuerwehr alle mithelfen – auch die Arbeitgeber«, sagte das Stadtoberhaupt. »Ein Brand kann ja jeden treffen«, ergänzte Ortmann.

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