Neujahrsempfang des Kreisfeuerwehrverbandes – 1564 Einsätze im Jahr 2017 Ortmann wird Stadtbrandinspektor

Willebadessen (WB). Beim Neujahrsempfang des Kreisfeuerwehrverbandes wurde Benjamin Ortmann, kommissarischer Leiter der Feuerwehr Willebadessen, zum Stadtbrandinspektor befördert. Sven Vandiken wurde als stellvertretender Wehrführer der Feuerwehr Willebadessen entpflichtet.

Von Astrid E. Hoffmann
Gäste aus Feuerwehr, Politik, Wirtschaft, Verwaltung, von Hilfsorganisationen, Notfallseelsorge, Polizei und Bundeswehr trafen sich beim Neujahrsempfang des Kreisfeuerwehrverbandes. Vorne stehen (von links) Heinz-Jürgen Schmitt, Ortsbürgermeister von Schweckhausen, Landrat Friedhelm Spieker, Rudolf Lüke, Kreisbrandmeister und 1. Vorsitzender des Feuerwehrverbandes, sowie der Bürgermeister der Stadt Willebadessen, Hans Hermann Bluhm.
Gäste aus Feuerwehr, Politik, Wirtschaft, Verwaltung, von Hilfsorganisationen, Notfallseelsorge, Polizei und Bundeswehr trafen sich beim Neujahrsempfang des Kreisfeuerwehrverbandes. Vorne stehen (von links) Heinz-Jürgen Schmitt, Ortsbürgermeister von Schweckhausen, Landrat Friedhelm Spieker, Rudolf Lüke, Kreisbrandmeister und 1. Vorsitzender des Feuerwehrverbandes, sowie der Bürgermeister der Stadt Willebadessen, Hans Hermann Bluhm. Foto: Astrid E. Hoffmann

Vandiken war im vergangenen Jahr aus beruflichen Gründen nach Wipperfürth verzogen. Der 36-Jährige erhielt eine Urkunde. Der Niesener Benjamin Ortmann wurde nach der erfolgreichen Absolvierung entsprechender Lehrgänge befördert.

Zum Neujahrsempfang hatte der Kreisfeuerwehrverband in das Gemeindehaus in Willebadessen-Schweckhausen geladen. Damit fand die traditionelle Veranstaltung zum Jahresbeginn diesmal im Süden des Kreises Höxter statt.

Etwa 80 Gäste kommen

Rudolf Lüke, 1. Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes und Kreisbrandmeister, begrüßte die etwa 80 Gäste aus Feuerwehr, Politik, Wirtschaft, Verwaltung, von Hilfsorganisationen, Notfallseelsorge, Polizei und Bundeswehr.

Der Bürgermeister der Stadt Willebadessen, Hans Hermann Bluhm, sagte in seiner Ansprache: »Feuerwehr allein ist nicht alles. Die Zusammenarbeit mit den Hilfsorganisationen und Behörden ist wichtig. Daher ist dieser Tag besonders geeignet, um sich auszutauschen und die Gemeinsamkeiten zu stärken.«

Feuerwehr hatte 1564 Einsätze

Rudolf Lüke und Landrat Friedhelm Spieker stellten die Statistik des Jahres 2017 vor. Die Feuerwehr hatte demnach 1564 Einsätze, der Rettungsdienst rückte 26.502 mal aus. Der Trend der stetig steigenden Rettungsdiensteinsätze setzte sich fort, erklärte Lüke.

Die Feuerwehr rückte im Vergleich zu 2016 etwas weniger aus. Zu den Großeinsätzen gehörten neben Bränden auch Gas-Alarme, eine Geiselnahme und der Einsatz beim G-20-Gipfel in Hamburg.

Die Vernetzung der Leitstelle, der Neubau der Atemschutzwerkstatt, die Umrüstung des Einsatzleitwagens 2 (ELW2) und die Beschaffung von Ausrüstungsgegenständen gehörten zu den Kostenfaktoren im Feuerschutz, dessen Ergebnisplan bei 1,49 Millionen Euro stand. Für 2018 ist die Summe von 1,42 Millionen Euro veranschlagt. Der Gebührenhaushalt im Rettungsdienst umfasste 2017 etwa 12,5 Millionen Euro. Er liegt für 2018 bei 13,2 Millionen Euro.

Die neue Atemschutzwerkstatt

Die neue Atemschutzwerkstatt soll im Juli fertiggestellt und in Betrieb genommen werden. Die Reparatur, Wartung, Reinigung und Auslieferung der Atemschutzgeräte an die Feuerwehren im Kreisgebiet sind dann zentralisiert.

Die Vernetzung der Leitstellen des Kreises Höxter, Lippe und Paderborn ist der Anforderung geschuldet, dass Helfer einen Einsatzort in zwölf Minuten erreichen müssen. Auch der Ausfall einer Leitstelle kann überbrückt werden. Großereignisse können zudem besser koordiniert werden.

In 2017 wurde die neue Rettungswache in Warburg bezogen. Die Fertigstellung der Wache in Bad Driburg ist 2018 geplant. »Die Notfall-App ›Nina‹ warnt jetzt auch vor Gefahren im Kreis Höxter«, berichtete Landrat Spieker.

Die Leitstelle Höxter wurde dafür an das modulare Warnsystem des Bundes (MoWaS) angeschlossen. Die Notfallseelsorge hatte im vergangenen Jahr 85 Einsätze mit 350 geleisteten Stunden. Im Jahr 2016 waren es 77 Einsätze gewesen.

Erste Kinderfeuerwehr des Kreises

Lüke informierte zudem über anstehende Lehrgänge, Anpassungen der Altersgrenzen und Änderungen der Laufbahnverordnungen. Er erklärte, dass es in Beverungen-Herstelle nun die erste Kinderfeuerwehr des Kreises gibt.

Erste Einsätze haben die Helfer 2018 bei kleineren Bränden und bei Hochwasser unternommen.

Hans Hermann Bluhm (von links), beförderte Benjamin Ortmann zum Stadtbrandinspektor und entpflichtete Sven Vandiken als stellvertretenden Wehrführer der Feuerwehr Willebadessen. Dank und Gratulation sprach Rudolf Lüke aus. Foto: Astrid E. Hoffmann

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