Stadt Willebadessen plant Anhebung – Keine zusätzlichen Kosten mehr für Nutzung von Leichenhallen Bestattungsgebühren sollen steigen

Willebadessen(thö). Auf den kommunalen Friedhöfen in Willebadessen sollen die Bestattungsgebühren steigen. Und zwar im Schnitt um 20 Prozent.

Auf den Friedhöfen der Stadt Willebadessen, hier ist der in Peckelsheim zu sehen, werden die Bestattungsgebühren voraussichtlich angehoben.
Auf den Friedhöfen der Stadt Willebadessen, hier ist der in Peckelsheim zu sehen, werden die Bestattungsgebühren voraussichtlich angehoben. Foto: Marius Thöne

Das hat der Hauptausschuss jetzt mehrheitlich dem Stadtrat empfohlen. Nach Angaben von Kämmerer Martin Rehermann, decken die Gebühren im Schnitt derzeit 80 Prozent der anfallenden Kosten. »Die Gemeindeprüfungsanstalt und der Kreis empfehlen aber 90 Prozent«, erläuterte Rehermann im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT. Auch vor dem Hintergrund dieser Vorgaben sei eine Erhöhung nötig.

Hinzu komme, dass in den vergangenen Jahren die Zahl der Urnenbestattungen stark zugenommen hat. Insgesamt würden auf den Friedhöfen der Stadt rund 70 Menschen pro Jahr beerdigt. »Vor drei, vier Jahren hatten wir fast nur Sargbestattungen«, berichtet Rehermann. Mittlerweile gebe es 25 bis 30 Urnenbestattungen jährlich. Um in diesem Bereich die Kosten besser decken zu können, sei eine Anhebung der Gebühren ebenfalls nötig.

So soll ein Urneneinzelgrab für 30 Jahre statt 220 künftig 300 Euro kosten. Die Gebühren für Doppelgräber steigen von 350 auf 400 Euro. Der Aushub eines Urnengrabes wird um 60 Euro teurer und soll 300 Euro kosten.

Auch Sargbestattungen sollen teurer werden. Geplant sind 550 Euro für ein Einzelgrab bei 30 Jahren Liegezeit. Bislang waren es 450 Euro. Doppelgräber und Gruften sollen pro Stelle 850 statt wie bisher 700 Euro kosten. Der Aushub eines Sarggrabes soll 100 Euro teurer werden und künftig 650 Euro kosten.

Martin Rehermann weist darauf hin, dass künftig keine separaten Gebühren mehr für die Nutzung der Leichenhalle kassiert werden. Das kostete bislang pauschal 140 Euro. »Es gab Beschwerden von Angehörigen, deren Verstorbene nur kurzzeitig in der Leichenhalle aufgebahrt werden«, berichtet Martin Rehermann. Darum habe man sich entschlossen, die Gebühren für deren Nutzung künftig den Bestattungsgebühren zuzuschlagen.

Ausnahmen gelten aber für die kirchlichen Friedhöfe in Eissen, Fölsen und Löwen. Hier legen die Kirchengemeinden die Bestattungsgebühren fest. Die Leichenhallen befinden sich aber im Eigentum der Stadt. Dort werden künftig 60 Euro pro Nutzungstag fällig, maximal jedoch 180 Euro. In Borlinghausen, wo der Friedhof auch von der Kirche unterhalten wird, gibt es nach Angaben von Martin Rehermann keine Leichenhalle.

Eine endgültige Entscheidung über eine Änderung der Bestattungsgebührensatzung fällt der Stadtrat in seiner Sitzung am Donnerstag, 12. Mai.

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